| Viļaka (dt. Marienhausen) | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Verwaltungsbezirk: | Bezirk Balvi | |
| Koordinaten: | 57° 11′ N, 27° 40′ O | |
| Einwohner: | 1.181 (1. Jan. 2024) | |
| Fläche: | 6,23 km² | |
| Bevölkerungsdichte: | 190 Einwohner je km² | |
| Höhe: | 95 m | |
| Stadtrecht: | seit 1945 | |
| Webseite: | www.vilaka.lv | |
Viļaka (dt. Marienhausen) ist eine Stadt im Nordosten Lettlands an der russischen Grenze. Im Jahre 2024 zählte sie 1.181 Einwohner.
Der Gegend beim Viļaka-See war von lettgallischen Stämmen besiedelt, die im Streit mit Pleskauer Russen und estnischen Stämmen lagen. Der Bischof von Riga wurde 1224 Oberherr. 1293 gründete er auf einer Insel das Kloster Marienhausen zum Schutz vor den Pleskauern und zur Christianisierung der Bevölkerung. Dieses wurde ab Mitte des 14. Jahrhunderts zur Burg Marienhausen (bzw. Burg Villack) ausgebaut.
1559 wurde das Gebiet rund um Marienhausen an den polnischen König Sigismund II. August verpfändet und gehörte damit bis 1772 zu Polen-Litauen. Marienhausen war der Sitz der gleichnamigen Starostei. In dieser Zeit wurde die Burg Marienhausen mehrmals von russischen und schwedischen Truppen eingenommen und verwüstet. Erst mit der russischen Herrschaft nach der Ersten polnischen Teilung 1772 kehrten ruhigere Zeiten ein.
Als das Gebiet 1920 in das unabhängige Lettland inkorporiert wurde, entwickelte sich ein gewisser Wohlstand. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es katholische, lutherische und orthodoxe Gemeinden, ein Gymnasium, zwei Grundschulen und eine Forstwirtschaftschule. Im September 1936 kam der Kapuzinerpater Thomas Maria von Grumppenberg (geboren als Karl von Grumppenberg) nach Marienhausen, um dort eine weitere Klostergründung vorzubereiten.
Am 22. Juni 1944 begann die große sowjetische Sommeroffensive. In zwei Frontabschnitten überrollte die Rote Armee im Juli und August bis auf einen bis Kriegsende ausharrenden deutschen Brückenkopf in Kurland das ganze Baltikum. Am 23. Juli 1944 durchbrach die Rote Armee bei Marienhausen die Stellungen der Kampfgruppe 218.
1945 bekam Viļaka das Stadtrecht zugesprochen. Ab 2009 bildete die Stadt mit sechs umliegenden Gemeinden den Bezirk Viļaka (Viļakas novads), der 2021 im neuen Bezirk Balvi aufging.