Victor Fatio

Victor Fatio

Victor Fatio (* 28. November 1838 in Genf als Victor Fatio de Beaumont; † 19. März 1906 ebenda) war ein Schweizer Zoologe.

Leben

Fatios Interesse für Tiere wurde früh geweckt, als er seinen Vater Gustave Fatio de Beaumont auf dessen Jagden begleiten durfte. Er studierte Physiologie in Zürich, Berlin und Leipzig und erlangte den Titel eines Ph. D. 1861 erkrankte er an Typhus. Nach seiner Genesung im Jahr 1862 ging er nach Paris und nahm an den Kursen von Henri Milne-Edwards (1800–1885) am Muséum national d’histoire naturelle teil, wo er sich dem Zoologiestudium widmete.

Als 1874 die Reblaus in die Schweiz eingeschleppt wurde, betrieb Fatio Forschungen und regte den weltweit ersten Kongress zur Bekämpfung der Reblaus an, der 1877 in Lausanne stattfand. Die Ergebnisse seiner Forschungen und des Kongresses wurden 1878 unter dem Titel État de la question phylloxérique en Europe en 1877 publiziert. Des Weiteren schrieb er mehrere Publikationen über die Reblaus in der Schweiz und in Savoyen.

Zwischen 1869 und 1904 erschien sein Standardwerk Faune des Vertébrés de la Suisse über die Wirbeltiere der Schweiz.

Zusammen mit Theophil Studer (1845–1922) verfasste Victor Fatio den Catalogue des oiseaux de la Suisse (Katalog der schweizerischen Vögel), von dem von 1889 bis 1901 allerdings nur die ersten drei Hefte erschienen. Weitere 16 Ausgaben dieser Reihe wurden bis 1956 von anderen Autoren herausgegeben.

Tierarten wie der Albock (Coregonus fatioi), der Pfärrig (Coregonus confusus) oder die Alpen-Kleinwühlmaus (Pitymys multiplex) wurden von Victor Fatio erstmals wissenschaftlich beschrieben.

Schriften

Literatur

Commons: Victor Fatio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Personendaten
NAME Fatio, Victor
ALTERNATIVNAMEN Fatio de Beaumont, Victor (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Zoologe
GEBURTSDATUM 28. November 1838
GEBURTSORT Genf
STERBEDATUM 19. März 1906
STERBEORT Genf