Victor Praefcke

Victor Ernst Adolf Praefcke, auch Präfcke (* 1. Juli 1842 in Weitin, heute Ortsteil von Neubrandenburg; † 25. März 1931 in Neustrelitz) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe, Gymnasiallehrer und Pastor.

Leben

Victor Praefcke war ein Sohn des Weitiner Pastors (Johann) Carl (Martin) Praefcke (1805–1869) und dessen Ehefrau Charlotte, geb. Brauer (1806–1859). Der Jurist Robert Praefcke (1831–1910) war sein älterer Bruder.

Praefcke studierte ab 1860 Evangelische Theologie an den Universitäten Erlangen, Berlin und ab Oktober 1862 an der Universität Rostock. Er war zunächst, wie damals üblich, als Hauslehrer tätig, und zwar auf dem Gut Augustenruh bei Güstrow. Von 1866 bis 1874 war er Religionslehrer am Gymnasium Carolinum (Neustrelitz). Am 5. Juli 1874 wurde er zum Pastor in Prillwitz, heute Ortsteil von Hohenzieritz, berufen. Im April 1878 wechselte er als I. Stadtpfarrer und Konsistorialrat mit Verantwortung für die Schulaufsicht an die Stadtkirche Neustrelitz. 1904 wurde er zum Oberkonsistorialrat und 1916 zum Konsistorialpräsidenten ernannt. 1917 erfolgte seine Emeritierung.

Praefcke war Vorstandsmitglied des Vereins der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg, Mitglied des Heimatbundes Mecklenburg und ab 1926 Mitglied des Mecklenburg-Strelitzer Vereins für Geschichte und Heimatkunde.

Von Victor und Lucie Praefcke gestiftetes Glasfenster in der Stadtkirche Neustrelitz

Seit dem 17. April 1868 war Victor Praefcke mit Lucie, geb. Stein (* 1848) verheiratet, der Tochter des Rittergutsbesitzers Ludwig Stein auf Augustenruh (bei Güstrow). Das Paar hatte eine Tochter, Martha (1869–1945), die später den Landgerichtsrat Hans Müller (1859–1936) in Neustrelitz heiratete, sowie einen Sohn Viktor (1872–1962), der Admiralarzt wurde. Zu seinem 60. Hochzeitstag stiftete das Paar ein Glasfenster in der Stadtkirche Neustrelitz, das die Taufe Jesu zeigt.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6, S. 7744.
  2. ↑ Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6, S. 7745.
  3. ↑ Eintrag im Rostocker Matrikelportal
Personendaten
NAME Praefcke, Victor
ALTERNATIVNAMEN Praefcke, Victor Ernst Adolf (vollständiger Name); Präfcke
KURZBESCHREIBUNG deutscher Pädagoge und evangelisch-lutherischer Geistlicher
GEBURTSDATUM 1. Juli 1842
GEBURTSORT Weitin, heute Ortsteil von Neubrandenburg
STERBEDATUM 25. März 1931
STERBEORT Neustrelitz