| Vielfarbentodi | ||||||||||
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Vielfarbentodi (Todus multicolor) | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Todus multicolor | ||||||||||
| Gould, 1837 |
Der Vielfarbentodi (Todus multicolor), auch Kubatodi genannt, ist ein kleinerer Vertreter der Familie der Todis. Die Art ist monotypisch.
Das Kopf- und Rückengefieder des 10 Zentimeter großen Vogels ist dunkelgrün, die Bauchunterseite ist weiß, die Seiten der Flügel sind rosa und der Schwanzansatz gelborange. Der Vogel hat einen gezahnten Schnabel, der oben schwarz und unten orange gefärbt ist. Die Beine sind braun. Männchen und Weibchen tragen dasselbe auffällige Gefieder.
Der Vielfarbentodi kommt nur auf Kuba vor, dort bewohnt er lichte Wälder, Flussufer sowie die Meeresküste. Von einem Ansitz aus, meist frei gelegenen Ästen, startet er seine Angriffe auf Insekten, selten auch kleine Wirbeltiere (z. B. Eidechsen). Der Vogel ist ein Einzelgänger, welcher nur zur Paarungszeit die Anwesenheit von Artgenossen duldet.
Zur Brutzeit, im Mai oder Juni, bauen sich die Vögel bis zu 50 Zentimeter lange Höhlen, welche sich in Lehm- oder Sandufern von Flüssen befinden. In diese legt das Weibchen 2–6 glänzende, weiße Eier. Beide Vögel bebrüten die Eier abwechselnd ca. 20 Tage lang. Als Nahrung für die Jungen dienen vor allem von beiden Eltern gejagte Insekten. Die Nestlingsdauer der Jungen beträgt 4 Wochen.
Die Erstbeschreibung des Vielfarbentodis erfolgte 1837 durch John Gould unter dem Namen Todus multicolor. Als Verbreitungsgebiet gab er die Westindischen Inseln an. 1760 führte Mathurin-Jacques Brisson die neue Gattung Todus ein. Das Wort stammt von lateinisch todus ‚kleiner Vogel der von Plautus und Sextus Pompeius Festus so benannt wurde‘. Der Artname multicolor ist ein Wortgebilde aus lateinisch multus ‚viele‘ und lateinisch color, coloris ‚Farbe‘. Todus portoricensis Lesson, RP, 1838, Todus cyanogenys d'Orbigny, 1839 und Todus multicolor exilis Barbour & Brooks, 1917 werden heute als Synonyme zur Nominatform betrachtet. Portoricensis bezieht sich hier auf Puerto Rico. Exilis hat seinen Ursprung in lateinisch ex ‚ohne‘ und lateinisch ile, ilis ‚Därme‘, was meint, dass er sehr klein, schlank, dünn ist, cyanogenys in κυανος cyanos, deutsch ‚dunkel blau‘ und γενυς, γενυος genus, genyos, deutsch ‚Wange, Kinn, Kiefer‘.

Obwohl keine genauen Bestandsaufnahmen dieser Art vorliegen, stuft die IUCN diese Art als (Least Concern) nicht gefährdet ein.