Viktor Fortin

Viktor Fortin (* 14. Mai 1936 in Fohnsdorf, Steiermark; † 29. November 2025) war ein österreichischer Komponist und Musikpädagoge.

Leben

Viktor Fortin war nach Absolvierung der Pflichtschule zuerst Gärtnerlehrling, dann Gärtnergehilfe im elterlichen Betrieb. Nebenbei war er Tanzmusiker mit einer eigenen Band. In den Jahren 1956 bis 1963 absolvierte er ein Musikstudium am Konservatorium Graz bei Rudolf Schwenzer (Klavier) und Rudolf Frodl (Fagott). Fünf Jahre später maturierte er an der Arbeitermittelschule Graz und absolvierte Lehrbefähigungsprüfungen in Klavier, Fagott und Blockflöte. Daraufhin unterrichtete er Musik an diversen steirischen Musikschulen.

In den Jahren 1958 bis 1965 belegte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Unterricht in Blockflöte bei Ilse Strzelba sowie Schulmusik und Komposition bei Waldemar Bloch. Danach absolvierte er Lehramtsprüfungen in Musik und Deutsch und wurde Gymnasiallehrer an verschiedenen Schulen in der Steiermark. In diesen Jahren betätigte er sich immer zunehmender als Komponist, Blockflötist, Klavierbegleiter und Dirigent eigener Werke. In den folgenden Jahren erhielt er zahlreiche Lehraufträge in Formenlehre, Musikanalyse, Partiturspiel und auch Methodik und Didaktik des Musikunterrichts an Höheren Schulen.

Die Ernennung zum Hochschulprofessor (entspricht dem heutigen Universitätsprofessor) für Blockflöte und ein Lehrauftrag für Formenlehre und Musikanalytik erfolgte im Jahre 1979. Nebenbei setzte er sein Studium der Musikwissenschaft an der Universität Wien fort. Im Jahr 1985 promovierte er in Musikwissenschaft und Germanistik bei Othmar Wessely mit der Dissertation „Das Wort-Ton-Verhältnis im klavierbegleiteten Sololied bei Hans Pfitzner“. Im Jahr 1993 wurde er (als Nachfolger von Karl Haidmayer) zum Präsidenten des Steirischen Tonkünstlerbundes gewählt (auf ihn folgte 2005 Gerhard Präsent) und das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark wurde ihm verliehen. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2004 lehrte Fortin an der Kunstuniversität Graz. Danach wandte er sich vermehrt dem kompositorischen Schaffen und der künstlerischen Tätigkeit zu. Unter anderem zählen zu seinen wichtigsten künstlerischen Tätigkeiten die zahlreichen, von ihm am Klavier begleiteten Konzerte mit eigenen Chansons mit Monique Johannsen und Wolfgang Müller-Lorenz und die Komposition der Kirchenoper Franz Jägerstätter (fertiggestellt im Jahr 2006).

Werke (Auswahl)

Ensemblemusik

Solomusik

Oper/Musiktheater

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Steirischer Komponist Viktor Fortin mit 89 Jahren verstorben. In: Kleine Zeitung. 30. November 2025, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  2. 1 2 Andrea Harrandt: Fortin, Viktor. In: Oesterreichisches Musiklexikon online; abgerufen am 31. Mai 2021.
  3. 1 2 3 4 Biografie Viktor Fortin. In: Musikdatenbank von mica – music austria, 28. April 2020; abgerufen am 1. Juni 2021.
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Personendaten
NAME Fortin, Viktor
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Komponist und Hochschulprofessor
GEBURTSDATUM 14. Mai 1936
GEBURTSORT Fohnsdorf, Steiermark
STERBEDATUM 29. November 2025