Viktor Lukas (* 4. August 1931 in Rothenburg ob der Tauber; † 9. Juli 2026 in Eckersdorf, Landkreis Bayreuth) war ein deutscher Organist, Dirigent und Hochschullehrer.
Lukas studierte bei Karl Richter und Friedrich Högner sowie bei Marcel Dupré in Paris. Dirigieren lernte er bei Fritz Lehmann in München. Lukas wurde 1960 Kirchenmusiker an der Stadtkirche Heilig Dreifaltigkeit in Bayreuth. Er lehrte ab 1975 als Professor an der Musikhochschule Köln. Auf sein Engagement geht die Klais-Orgel der Kölner Philharmonie zurück.
Als Dirigent war er mit dem Ensemble Lukas-Consort bekannt geworden. Zum Repertoire dieses Ensembles zählen insbesondere die Musik des Barock und der Klassik. Lukas’ besonderes Engagement galt den Raritäten dieser Epochen, zum Beispiel Johann Adolf Hasse, Wilhelmine von Bayreuth, Antonio Salieri. Zahlreiche CD-Aufnahmen dokumentieren dieses Repertoire.
Viktor Lukas gründete 1961 die Konzertreihe „Musica Bayreuth“ („Orgelwoche Bayreuth“), die alljährlich im Mai insbesondere im Markgräflichen Opernhaus stattfindet, und war deren künstlerischer Leiter bis 2011. Dort war er auch für die Weihnachts- und Silvesterkonzerte im Markgräflichen Opernhaus verantwortlich. Am 5. Mai 2019 trat er noch als hochbetagter Organist in Bayreuth an die Öffentlichkeit.
Lukas starb 2026 im Alter von 94 Jahren und wurde auf dem Stadtfriedhof Bayreuth beigesetzt. Seine Ehefrau starb 2021.
| Personendaten | |
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| NAME | Lukas, Viktor |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Organist und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 4. August 1931 |
| GEBURTSORT | Rothenburg ob der Tauber |
| STERBEDATUM | 9. Juli 2026 |
| STERBEORT | Eckersdorf, Landkreis Bayreuth |