Villa Noelle

Straßenansicht der Villa Noelle in Berlin-Grunewald, aufgenommen 2012.
Vor den Renovierungsarbeiten: Ziergiebel und Sandsteinverkleidung.

Die Villa Noelle (auch Winkler Straße 10 oder Haus Nölle) ist ein Baudenkmal im Berliner Ortsteil Grunewald im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Geschichte

Die Villa wurde 1901–1902 von Hermann Solfs und Franz Wichards für den Stahlbau-Unternehmer und Kommerzienrat Ernst Noelle errichtet. Nach mehreren Eigentümerwechseln wurde sie ab 1936 in ein Mehrfamilienhaus umgebaut. Während des Zweiten Weltkriegs blieb das Gebäude weitgehend unbeschädigt. In den 1970er-Jahren erfolgte eine aufwendige Sanierung, danach jedoch jahrzehntelanger Leerstand. Ab etwa 2010 stand das Gebäude leer, war verwildert und wurde im Volksmund als Geistervilla bekannt. Nach einem Besitzerwechsel 2022 begann eine denkmalgerechte Sanierung.

Architektur

Die Villa Noelle ist ein zweigeschossiger Putzbau im Stil des späten Historismus mit Renaissance-Elementen. Werksteinfassaden, geschweifte Giebel, Erker und Dachaufbauten bestimmen das repräsentative Erscheinungsbild. Alle Ansichten sind gleichwertig gestaltet. Das historische Maschinenhaus auf dem Grundstück ist im Schweizerhausstil gehalten. Die Innenstruktur wurde mehrfach verändert, soll jedoch im Zuge der aktuellen Sanierung weitgehend rekonstruiert werden.

Denkmalschutz

Die Villa Noelle steht seit 1979 unter Denkmalschutz. Sie ist in der Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts Berlin unter der Objekt-Dokumentationsnummer 09046592 registriert. Die Adresse lautet Winkler Straße 10, 14193 Berlin-Grunewald. Die Villa liegt direkt neben der Villa Maren und grenzt an den Dianasee.

Literatur

Commons: Villa Noelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Haus Nölle, Winkler Straße 10 – Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 25. März 2025.
  2. ↑ Topographie Wilmersdorf/Grunewald, Berlin 1993, S. 149–150.
  3. 1 2 3 4 Liste, Karte, Datenbank / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt - Berlin. Abgerufen am 25. März 2025.
  4. 1 2 Kerstin Heinrich: Lost Places: Luxusvilla im Grunewald wurde zu unheimlichem Horrorhaus. 14. November 2024, abgerufen am 25. März 2025.
  5. ↑ 210. Kiezspaziergang am 8.6.2019 mit Bezirksbürgermeister Naumann. In: berlin.de. Abgerufen am 25. März 2025.
  6. ↑ Briefkastenfirmen, Verwandte im Grundbuch: Russische Villenbesitzer in Berlin entgehen den EU-Sanktionen. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 25. März 2025]).
  7. ↑ Käufer für Geistervilla gesucht | Namen & Neues | Tagesspiegel LEUTE Charlottenburg-Wilmersdorf. Abgerufen am 25. März 2025.
  8. ↑ Grunewalder Villa nach langem Leerstand verkauft | Namen & Neues | Tagesspiegel LEUTE Charlottenburg-Wilmersdorf. Abgerufen am 25. März 2025.
  9. ↑ Umbau und Sanierung Villa Noelle, Berlin - ABIT Ingenieure Dr. Trautmann GmbH. Abgerufen am 25. März 2025.
  10. ↑ Villa Noelle, Baudenkmal. berlin.de, abgerufen am 25. März 2025.

Koordinaten: 52° 29′ 17″ N, 13° 16′ 8,6″ O