Beim Vito-Russo-Test handelt es sich um eine Kriteriensammlung zur Bewertung der LGBT-Repräsentation in Filmen. Der Test wurde von der US-amerikanischen Organisation GLAAD vorgeschlagen, die sich unter anderem für die stärkere Darstellung von LGBT-Lebenswelten in Medien einsetzt.
Der Test ist nach dem amerikanischen LGBT-Aktivisten und Filmhistoriker Vito Russo benannt und orientiert sich an dem bekannteren Bechdel-Test, der die Repräsentation von Frauenrollen in popkulturellen Geschichten untersucht.
Um den Vito-Russo-Test zu bestehen, muss ein popkulturelles Werk drei Kriterien erfüllen:
Zum Bestehen des Tests müssen alle drei Kriterien erfüllt sein. Das Erfüllen einzelner dieser Kriterien kommt nicht dem teilweisen Erfüllen des Tests gleich, da der Test vor allem den beiläufigen oder LGBT-feindlichen Einsatz von LGBT-Figuren problematisieren soll.
Auf glaad.org wird jährlich eine Beurteilung der Filme großer Filmstudios anhand des Vito-Russo-Tests veröffentlicht. Dabei werden jedoch lediglich Filme beurteilt, in denen überhaupt LGBT-Figuren vorkommen. Dementsprechend erfüllen 23 % (2015) bis 65 % (2019) dieser Filme die Testkriterien.