Vlasis Maras

Maras trägt ein weißes Trikot und um den Hals eine Bronzemedaille. In den Händen hält er einen Blumenstrauß.
Vlasis Maras bei der Siegerehrung Reckturnen (Europameisterschaften 2015)

Vlasis Maras oder Vlasios Maras (griechisch Βλάσης Μάρας, * 31. März 1983 in Athen) ist ein ehemaliger griechischer Kunstturner, der vor allem am Reck erfolgreich war. Er gewann bei Weltmeisterschaften zwei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille. Bei Europameisterschaften erturnte er fünfmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze.

Karriere

Der 1,60 Meter große Maras begann 1988 mit dem Turnsport. Seinen ersten internationalen Erfolg feierte er bei den Mittelmeerspielen 2001 in Tunis. Dort siegte er am Reck und wurde Sechster im Bodenturnen. Die griechische Mannschaft belegt den vierten Platz. Bei den Weltmeisterschaften 2001 in Gent gewann er am Reck, hinter ihm erhielten der Australier Philippe Rizzo und der Ukrainer Oleksandr Beresch gemeinsam Silber. Maras war damit der erste griechische Weltmeister an einem Turngerät überhaupt.

Im Jahr darauf bei den Europameisterschaften 2002 in Patras gewann Griechenland zwei Goldmedaillen. Vassílios Tsolakídis siegte am Barren und Vlasis Maras am Reck. Bei den Weltmeisterschaften 2002 in Debrecen verteidigte Maras seinen Titel am Reck aus dem Vorjahr erfolgreich. Zweite wurden gleichauf der Belarusse Iwan Iwankou und der Slowene Aljaž Pegan. 2004 bei den Europameisterschaften in Ljubljana gewannen Maras und Pegan den Titel am Reck ex aequo. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen nahmen je zwei Turner und Turnerinnen für Griechenland teil. Dimosthenis Tambakos gewann die Goldmedaille an den Ringen, die anderen drei Griechen erreichten kein Gerätefinale. Im Mehrkampf der Männer belegte Maras den 36. Platz. Am Reck verfehlte Maras als 13. der Qualifikation das Finale um 0,012 Punkte.

Bei den Europameisterschaften 2006 in Volos war wieder Griechenland das Ausrichterland. Maras war als Sieger am Reck der einzige griechische Medaillengewinner. Bei den Weltmeisterschaften 2006 in Aarhus siegte am Reck der Australier Rizzo vor dem Slowenen Pegan, Maras erturnte die Bronzemedaille. Zwei Jahre später bei den Europameisterschaften 2008 in Lausanne siegte der Deutsche Fabian Hambüchen am Reck vor Vlasis Maras. Bei den Olympischen Spielen in Peking nahm Maras nur an zwei Geräten teil. Am Reck belegte er in der Qualifikation den 60. Platz. Besser lief es im Pferdsprung, dort verpasste er als Elfter der Qualifikation nur knapp das Gerätefinale.

Ab 2009 fanden jährlich Europameisterschaften statt. Bei den Europameisterschaften 2009 in Assago siegte Maras am Reck vor dem Franzosen Yann Cucherat. Im Jahr darauf bei den Europameisterschaften 2010 in Birmingham gewann Maras seinen fünften Europameistertitel. Zweiter wurde der Niederländer Epke Zonderland. 2012 bei den Europameisterschaften 2012 in Montpellier gewann der Russe Emin Garibow am Reck vor dem Kroaten Marijo Možnik, Maras erkämpfte die Bronzemedaille. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London belegte Maras in der Reck-Qualifikation den 35. Platz.

2015 fanden die Europameisterschaften erneut in Montpellier statt. Marijo Možnik siegte am Reck vor dem Briten Sam Oldham. Maras erturnte noch einmal die Bronzemedaille. Zwei Monate nach den Europameisterschaften wurden in Baku die Europaspiele ausgetragen. Am Reck siegte Fabian Hambüchen vor Vlasis Maras. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro belegte Maras in der Reck-Qualifikation den 38. Platz.

Maras hat ein Studium der Sportwissenschaften an der Universität Athen abgeschlossen.

Commons: Vlásios Máras – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. ↑ Mittelmeerspiele 2001 bei cijm.org.gr (Seite 17 bis 19 der PDF-Datei)
  2. ↑ Medaillengewinner WM 2001 bei intersportstats.com
  3. ↑ Porträt bei gymnastics.sport, Reiter Identity
  4. ↑ Medaillengewinner EM 2002 bei intersportstats.com
  5. ↑ Medaillengewinner WM 2002 bei intersportstats.com
  6. ↑ Medaillengewinner EM 2004 bei intersportstats.com
  7. ↑ Mehrkampf 2004 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 6. Juni 2026.
  8. ↑ Reck 2004 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 6. Juni 2026.
  9. ↑ Medaillengewinner EM 2006 bei intersportstats.com
  10. ↑ Medaillengewinner WM 2006 bei intersportstats.com
  11. ↑ Medaillengewinner EM 2008 bei intersportstats.com
  12. ↑ Reck 2008 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 6. Juni 2026.
  13. ↑ Pferdsprung 2008 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 6. Juni 2026.
  14. ↑ Medaillengewinner EM 2009 bei intersportstats.com
  15. ↑ Medaillengewinner EM 2010 bei intersportstats.com
  16. ↑ Medaillengewinner EM 2012 bei intersportstats.com
  17. ↑ Reck 2012 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 6. Juni 2026.
  18. ↑ Medaillengewinner EM 2015 bei intersportstats.com
  19. ↑ Medaillengewinner ES 2015 bei intersportstats.com
  20. ↑ Reck 2016 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 6. Juni 2026.
  21. ↑ Porträt bei gymnastics.sport, Reiter Identity
Personendaten
NAME Maras, Vlasis
ALTERNATIVNAMEN Maras, Vlasios; Βλάσης Μάρας
KURZBESCHREIBUNG griechischer Kunstturner
GEBURTSDATUM 31. März 1983
GEBURTSORT Athen