Volker Radtke

Volker Radtke (* 4. August 1945) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Sportlicher Werdegang

Radtke entstammte der Jugend von Alemannia Worms, ehe er nach seinem Debüt im Erwachsenenbereich und dem 1964 erfolgten Wechsel zu Wormatia Worms dort über die Amateurmannschaft 1966 in die in der seinerzeit zweitklassigen Regionalliga Südwest antretenden Wettkampfmannschaft aufrückte. In den folgenden Jahren etablierte er sich als Stammspieler in der Defensive und rangierte mit dem Klub im mittleren Tabellenbereich, ehe zu Beginn der 1970er Jahre die Mannschaft ins vordere Tabellendrittel vorrückte. Nachdem in der Spielzeit 1972/73 als Tabellenvierter die Qualifikation zur Aufstiegsrunde zur Bundesliga verpasst worden war, gelang in der folgenden Saison auf dem sechsten Tabellenrang die Qualifikation zur neu eingeführten 2. Bundesliga Süd. In der Spielzeit 1974/75 bestritt er dort 37 der möglichen 38 Saisonspiele, auf dem vorletzten Tabellenplatz verpasste er mit der Mannschaft jedoch den Klassenerhalt, aus finanziellen Gründen war dem Klub ohnehin eine Lizenz für das folgende Jahr verwehrt geblieben. Als dominierende Mannschaft der Amateurliga-Saison 1975/76 zog er mit dem Klub mit – bei Zwei-Punkte-Regelung – zehn Punkten Vorsprung auf Vizemeister Gummi Mayer Landau in die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga ein, in den Spielen gegen Eintracht Trier und Borussia Neunkirchen blieb man ohne Sieg und verpasste daher die direkte Rückkehr. Mit der Titelverteidigung in der folgenden Spielzeit gelang der erneute Einzug in die Aufstiegsrunde, trotz nur eines Sieges im Duell mit Borussia Neunkirchen gelang durch den 3:0-Erfolg die Überflügelung des punktgleichen Konkurrenten nach einem Remis im zuvorigen Hinspiel sowie zwei Unentschieden gegen TuS Neuendorf.

Dabei hatte der Geschäftsmann Winfried Heyn als Mäzen den Kader schon in der Amateurliga mit einigen vormaligen Profispielern wie Hans-Dieter Seelmann, Norbert Starzak und Thomas Zander verstärkt, denen nach dem Aufstieg unter anderem Lorenz Horr, Niels Poulsen, Horst Raubold oder Helmut Zahn folgen sollten. Als Tabellenneunter hielt er mit dem Klub in der Spielzeit 1977/78 die Klasse und hatte dabei nochmals 37 Saisonspiele bestritten. Anschließend verließ er nach insgesamt 393 Pflichtspielen den Klub, der in der folgenden Spielzeit als Herbstmeister und letztlich Tabellendritter Furore machte, ehe die von Heyn mit Hilfe von Darlehensbetrug und Steuerhinterziehung finanzierte Blase platzte. Zu dieser Zeit lief Radtke als Spielertrainer im Amateurbereich für den Wormser Stadtteilverein TuS Hochheim auf, bei dem er nach dem Karriereende 1985 noch für die Alte Herren auflief. 1993 wechselte er von der Trainerbank in die Abteilungsleitung des Klubs.