
Volker Surmann (* 1972 in Halle (Westf.)) ist ein deutscher Satiriker, Autor, Kabarettist, Verleger und Vorleser.
Surmann veröffentlichte bereits mit 16 Jahren satirische Texte beim WDR. Als Schüler des Kreisgymnasiums Halle gehörte er der Kabarett-AG an, die in dieser Zeit zwei verschiedene Abendprogramme entwickelte und aufführte. Gemeinsam mit Kai Ostermeier bildete er anschließend das Kabarett-Duo Der Rest, das zwischen 1993 und 2001 mit vier abendfüllenden Programmen auftrat.
1998 war Surmann Mitbegründer des Bielefelder Kabarettpreises, der seither jährlich vergeben wird. 1999 schloss er ein Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Bielefeld mit einer Arbeit zum Thema Neue Tendenzen im westdeutschen Kabarett der 90er Jahre ab. Anschließend war er dort von 2000 bis zu seiner Promotion in Linguistik als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.
1999 konzipierte Surmann sein erstes Soloprogramm mit dem Titel Badewanne: Live, das er jedoch von 2000 bis 2003 gemeinsam mit Thomas Paul Schepansky als Duo-Programm aufführte. 2002 zog Surmann nach Berlin, wo er 2003 zusammen mit Nils Heinrich, Robert Rescue, Frank Sorge und Heiko Werning in Berlin-Wedding die Lesebühne Brauseboys gründete, der er seither angehört. Es folgten zwei weitere Soloprogramme, mit denen er auf Kleinkunstbühnen und in Comedyclubs auftrat, u. a. im Liveclub des Quatsch Comedy Club. Surmann wurde für eine Reihe von Kabarett- und Comedypreisen nominiert und 2008 mit der Goldenen Backnanger Treppe ausgezeichnet.
Zusammen mit den Mitgliedern der Lesebühne Brauseboys veröffentlichte Surmann zahlreiche Sammelbände mit Kurzgeschichten. 2010 erschien sein erster Roman Die Schwerelosigkeit der Flusspferde, es folgten drei Geschichtensammlungen und drei weitere Romane. Für den Jugendroman Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit wurde er u. a. für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2024 nominiert sowie mit dem Evangelischen Buchpreis 2025 ausgezeichnet.
Darüber hinaus ist Surmann als freier Autor u. a. für das Satiremagazin Titanic, die Tageszeitung taz, die Literaturzeitschriften Salbader und EXOT sowie das lesbisch-schwule Stadtmagazin Siegessäule tätig, tritt bei Poetry-Slams auf und arbeitete als Gastautor für verschiedene TV-Comedy-Sendungen. 2010 betreute Volker Surmann als Lektor das Programm des Berliner Satyr Verlags, seit Herbst 2011 ist er alleiniger Eigentümer des Verlags. Unter seiner Leitung erhielt der Verlag 2022 und 2025 den Deutschen Verlagspreis.
Volker Surmann lebt offen schwul in Berlin-Friedrichshain und thematisiert die eigene Homosexualität in vielen seiner Texte.
| Personendaten | |
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| NAME | Surmann, Volker |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autor und Kabarettist |
| GEBURTSDATUM | 1972 |
| GEBURTSORT | Halle (Westf.) |