Vorlesepriester

Vorlesepriester in Hieroglyphen
Titel
V28T28D58

Cheri-hebet / Cheri-habet
H̱rj-ḥbt / H̱rj-ḥ3bt
Variante
V28T28D58D2
D1

Cheri-hebet-heri-tep
H̱rj-ḥbt-ḥrj-tp
Cheri-habet-heri-tep
/ H̱rj-ḥ3bt-ḥrj-tp
Oberster Vorlesepriester

Der Titel Vorlesepriester, altägyptisch Cheri-hebet, oder auch Cheri-habet, beschreibt ein hohes Amt im Alten Ägypten, das von Priestern ausgeübt wurde. Der Titel ist seit der 1. Dynastie belegt. Vorlesepriester begleiteten Begräbniszeremonien mit Gesängen, Gebeten und Litaneien.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Rainer Hannig: Großes Handwörterbuch Ägyptisch-Deutsch. Die Sprache der Pharaonen. (2800 – 950 v. Chr.) (= Hannig-Lexica. Band 1 = Kulturgeschichte der Antiken Welt. Band 64). von Zabern, Mainz 1995, ISBN 3-8053-1771-9, S. 521, 639, 640.
  2. ↑ Eintrag „Cheriheb“ in: Wolfgang Helck, Eberhard Otto: Lexikon der Ägyptologie. Band 1: A-Ernte. Harrassowitz, Wiesbaden 1975, Spalte 940: „Der Priestertitel Cheriheb ist genauer ẖrj (alt: ẖrw) ḥbt zu lesen und bedeutet „der das Ritualbuch trägt“, daher „Vorlesepriester“, „Lector-priest“, „Prêtre lecteur“ übersetzt.“
  3. ↑ Das Wort ḥbt stammt von ḥ(3)b „Fest“ ab. Die Lesung ḥ3b mit 3 gilt inzwischen aufgrund einer Stelle in den Pyramidentexten als gesichert. „... sollte die korrekte Transkription demnach ẖrj-ḥ3bt lauten, auch wenn diese Schreibung nie vorkommt und archaischer Gepflogenheit entsprechend zumal die Femininendung t unterdrückt wird.“ (Elmar Edel: Altägyptische Grammatik. Band I–II. (= Analecta Orientalia. Band 34 / 39). Pontificium Institutum Biblicum, Rom 1955–1964, S. 45 (§ 104).) So ist die Schreibung inzwischen auch in das Thesaurus Linguae Aegyptiae eingegangen (Lemma-Nr. 124340).