| World Association of Newspapers and News Publishers (WAN-IFRA) | |
|---|---|
| Rechtsform | Verein |
| Gründung | 1948 in Paris |
| Sitz | Zug (Schweiz), Büros: Frankfurt am Main, Paris |
| Zweck | Pressefreiheit, Qualitätsjournalismus und redaktionelle Integrität |
| Vorstand | Ladina Heimgartner (President) Mariam Mammen Mathew (Vice President) Paul Verwilt (Treasurer) |
| Geschäftsführer | Stig Ørskov (CEO) Thomas Jacob (COO) |
| Mitglieder | 40 Länderorganisationen 3.000 Unternehmen in 120 Ländern |
| Website | wan-ifra.org |
Die WAN-IFRA (englisch World Association of Newspapers and News Publishers) ist der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien. WAN-IFRA ist ein im Handelsregister eingetragener, gemeinnütziger Verein im Sinne des Artikel 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches. Der Verband hat als Nichtregierungsorganisation Beraterstatus bei den Vereinten Nationen, der UNESCO und dem Europarat. WAN-IFRA vertritt die Belange von 40 nationalen Zeitungsverbänden aus aller Welt sowie über 3.000 Unternehmen aus mehr als 120 Ländern, die zusammen mehr als 15.000 Zeitungen und 18.000 Nachrichten-Websites repräsentieren.
1948 wurde von Überlebenden der französischen und niederländischen Untergrundpresse der internationale Verband der Zeitungsredakteure FIEJ (französisch Fédération Internationale des Editeurs de Journaux) mit Sitz in Paris, Frankreich gegründet, um so für das Überleben einer weltweiten freien Presse zu kämpfen. Später wurde sie in WAN (englisch World Association of Newspapers), den Weltverband der Zeitungen, umbenannt.
1961 gründeten mit der in Zug, Schweiz sitzenden INCA (englisch International Newspaper Colour Association) belgische, deutsche und britische Verleger, mit Unterstützung der FIEJ, eine Organisation, die Zeitungen beim verstärkten Einsatz des Farbdrucks in der Zeitungsproduktion unterstützen sollte. Die Zentrale befand sich ab 1966 in Darmstadt. 1971 wurde aufgrund der Zusammenarbeit mit der FIEJ aus der INCA die INCA FIEJ Research Association, die Forschungs- und Serviceorganisation für die Zeitungsindustrie. Sie bestand als separate Organisation neben der FIEJ. Die Umbenennung in IFRA (englisches Akronym für „INCA FIEJ Research Association“) erfolgte 2000.
2009 entstand nach über fünfjährigen Gesprächen durch Zusammenschluss der beiden internationalen Fachverbände WAN und INCA FIEJ Research Association die heutige WAN-IFRA mit Zentralen in Paris und in Darmstadt, sowie mehreren internationalen Niederlassungen. Von diesen sind 2013, nach vorangegangenen Schließungen, noch die in Singapur und in Chennai, Indien verblieben. 2014 wurde eine Dependance in Südamerika eingerichtet, deren Sitz sich in Mexiko-Stadt befindet. Zeitweilig wurden am deutschen Standort auch zusätzliche Kapitalgesellschaften unterhalten.
2014 kam es im Rahmen einer Restrukturierung zur Verlegung der deutschen Zentrale nach Frankfurt am Main. Im Zuge dessen wurde die Immobilie in Darmstadt verkauft und die dort ansässige Belegschaft halbiert. In dieser Phase entfiel auch die Funktion des CFO, des dritten zeichnungsberechtigten, hauptamtlichen Geschäftsleitungsmitgliedes. Die Arbeitnehmer an der deutschen Zentrale sind seit dieser Zeit in einem Betriebsrat organisiert.
Zum 1. Januar 2026 wurde der Internationale Verband der Zeitschriftenverleger FIPP im Zuge einer Fusion in die WAN-IFRA integriert.
Zwischen den Zentralen Frankfurt am Main und Paris wird durch die Bezeichnungen WAN-IFRA CH und WAN-IFRA FR unterschieden.
WAN-IFRA wird von einem aus Vertretern nationaler Verbände und Entscheidungsträgern von Medienunternehmen besetzten Board gesteuert. Ein Teil der Board-Mitglieder bildet das mit zentraler Leitungsfunktion ausgestattete Executive Committee an deren Spitze sich der President befindet. Seit 2022 ist dies die Schweizerin Ladina Heimgartner.
Unterstützung und Beratung erhält das Board durch das Advisory Council als Vertretung der Zulieferindustrie sowie mehrere technische, regionale und internationale Komitees der Mitglieder.
Die hauptamtliche Leitung wird durch ein Management gebildet an dessen Spitze der CEO steht. Seit Ende 2025 ist dies Stig Ørskov, zuvor seit 2019 Vice-President von WAN-IFRA, der auf den langjährigen Geschäftsführer Vincent Peyrègne folgte. Ørskov ist CEO der dänischen JP/Politiken Media Group.
Der Verband veranstaltet neben mehreren internationalen Konferenzen auch die Messen IFRA World Publishing Expo und DCX Digital Content Expo sowie den World Newspaper Congress. Die Expos finden jährlich im Herbst in Berlin statt (ehemals an wechselnden internationalen Standorten). Der Kongress wird gemeinsam mit dem World Editors Forum und dem World Advertising Forum jährlich vor Sommerbeginn an wechselnden internationalen Standorten ausgetragen.

Der Verband verleiht regelmäßig Preise und Auszeichnungen, darunter der Golden Pen of Freedom Award, die WAN-IFRA Print and Sustainability Awards sowie die Digital Media Awards. Ferner betreibt er den International Newspaper Color Quality Club.