1992 zog er nach Isny im Allgäu. 2007 löste Neumann sein Atelier auf und zog nach Leipzig. Seither ist er schriftstellerisch tätig und belegte in ausgeschriebenen Wettbewerben 2012, 2014 und 2018 jeweils den 1. Preis.
Werk
Walek Neumann an der weißen Wittig
Von 1962 bis 2007 arbeitete er als Freilichtmaler. Alle Landschaften entstanden vor der Natur. Er malte mit Öl auf Leinwand oder Hartfaser. 1989 kamen Aquarell und Gouachenfarben in Mischtechnik hinzu. Seine bevorzugten Motive sind Garten-, Moor- und Uferlandschaften. Von 1972 bis 1990 entstanden etwa 50 Holzschnitte. Charakteristisch für seine filigrane Riss- und Schneidarbeit ist die Einbeziehung der Maserung. Nach dem Tod des Vaters führte ein Ostseeurlaub mit Malerfreund Michael Morgner 1971 zur Entstehung der Holzschnittmappe Strand 71. Neumann arbeitete vorrangig zu lyrischen Texten, wie Gedichten von Johann Wolfgang von Goethe, Gotthold Ephraim Lessing, Sergej Jessenin, Heinz Czechowski, Joachim Rähmer (* 1933) und Jörg Kowalski (* 1952). In Einzelblättern und Blattfolgen reflektiert er auch Eindrücke auf Malreisen und existenzielle Erlebnisse.
Seine Blätter befinden sich in überregionalen Mappenwerken wie Für Johannes R. Becher (1980), Prometheus 82 (1982), Nachdenken über Carl von Ossietzky (1989) und Aspekte II (1987) sowie in mehreren regionalen Grafikmappen.
Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Neumanns (unvollständig)
Slowakische Landschaft im Dezember (1973, Öl, 75 × 90 cm)
Slowakische Landschaft im März (1974, Öl, 70 × 80 cm)
Frühling am Posthornsee (1976, Öl; auf der VIII. Kunstausstellung der DDR)
Druckgrafik
Kapitulation (1985; Folge von Holzschnitten; Auftrag des Rats des Bezirks Halle; davon auf der X. Kunstausstellung der DDR: Blatt 1: Der Feldmarschall (Keitel), 34,5 × 26 cm; und Blatt 2: Der Großadmiral (Friedburg), 33 × 22,5 cm)