Walter Homolka

Walter Homolka (2007)
Papstaudienz vom 28. Oktober 2015 aus Anlass von 50 Jahren Nostra Aetate. Papst Franziskus begrüßt Rabbiner Walter Homolka

Walter Homolka (* 21. Mai 1964 in Landau an der Isar) ist ein deutscher Rabbiner und Hochschullehrer. An der Universität Potsdam ist Homolka seit 2014 ordentlicher Universitätsprofessor für Jüdische Religionsphilosophie der Neuzeit mit Schwerpunkt Jüdische Denominationen und interreligiöser Dialog. Er war mehrere Male geschäftsführender Direktor der School of Jewish Theology der Universität Potsdam und von September 2002 bis April 2023 Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs, einem An-Institut der Universität Potsdam, sowie 2013 bis 2023 Geschäftsführer des Zacharias Frankel College.

Leben und Laufbahn

Herkunft und Bekenntnis zum Judentum

Walter Homolkas Vater war katholisch, seine Mutter evangelisch. Er konvertierte im Alter von 17 Jahren zum Judentum und war bis zu seinem Abitur Mitglied der israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Straubing und während seines Hochschulstudiums Mitglied der IKG München-Oberbayern. Derzeit ist er Mitglied der Synagogengemeinde Sukkat Schalom in Berlin (seit 2013) und der West London Synagogue (seit 2016). Von 1998 bis 2016 gehörte er zudem der Liberal Jewish Synagogue London an.

Nach eigenen Angaben war Homolka von der jüdischen Lehre „eines verborgenen Gottes“ fasziniert; auch habe er sich vom „Sinnmonopol“ seiner überwiegend katholischen Umgebung abgrenzen wollen. „Meine persönliche Entscheidung als Jugendlicher für das Judentum will ich nicht als Wertentscheidung gegenüber anderen Religionen verstanden wissen“, betonte er. „Es ist eher so, dass Gott Menschen eben da hinstellt, wo Gott eine Aufgabe hat. Nicht mehr und nicht weniger.“

Ausbildung und Werdegang

Nach dem Abitur studierte Homolka Theologie, Philosophie und Judaistik mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes und des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst). Er graduierte 1986 zum „Bachelor theologiae seu divinitatis“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sein Studium setzte er am Leo Baeck College in London fort. Im Jahr 1989 erwarb er ein Zertifikat für Erwachsenenpädagogik an der Hochschule für Philosophie München. 1992 wurde er am King’s College London mit einer Arbeit über Leo Baeck und den deutschen Protestantismus promoviert. Einen MPhil in Jüdischen Studien (1993) und einen PhD über die jüdische Leben-Jesu-Forschung als postkoloniales Phänomen und ihre Auswirkungen auf den jüdisch-christlichen Dialog erwarb er 2015 am St. David’s University College Lampeter, University of Wales. Homolka wurde am 2. Juni 1997 in Pittsburgh, Pennsylvania, zum Rabbiner ordiniert. 1999 erhielt er eine Marshall Memorial Fellowship des German Marshall Fund of the United States. Er wurde Rabbiner der liberalen jüdischen Gemeinde Münchens, Beth Shalom, und Landesrabbiner von Niedersachsen sowie von 1999 bis 2002 Moses Mendelssohn Fellow des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam.

Nach beruflichen Tätigkeiten bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank, Bertelsmann, Greenpeace, der Alfred-Herrhausen-Gesellschaft für internationalen Dialog, der Kulturstiftung der Deutschen Bank u. a. wurde Walter Homolka im September 2002 zum Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs ernannt. 2002 wurde das Abraham-Geiger-Kolleg durch Formwandlung eine gemeinnützige gGmbH. 90 % des Stammkapitals hielten die American Friends of the Union of Progressive Jews in Germany mit Rabbiner Walter Jacob als Präsident. Dieser wurde damit als Gründungspräsident auch beherrschender Gesellschafter. 2006 übertrug Jacob 10 % der Gesellschaftsanteile an seinen designierten Nachfolger, Homolka. Die Leo Baeck Foundation hatte bis spätestens Mai 2022 sämtliche Anteile Homolkas unentgeltlich übernommen und wurde damit zur alleinigen Trägerin der gGmbH. Die Trägerschaft für das Abraham-Geiger-Kolleg wurde im Januar 2023 von der Leo Baeck Foundation an die Jüdische Gemeinde zu Berlin übertragen. Im April 2023 schied Homolka aus der Geschäftsführung des Abraham-Geiger-Kollegs aus.

Von 2006 bis 2015 war Homolka Kolumnist der österreichischen Wochenzeitung Die Furche. Homolka lehrte von 2007 bis 2014 als Honorarprofessor der Philosophischen Fakultät an der Universität Potsdam und hatte Gastprofessuren z. B. an der New York University, der Katholischen Péter-Pázmány-Universität in Budapest, dem Kanonistischen Institut Potsdam, dem Theologischen Studienjahr an der Dormitio-Abtei in Jerusalem (35. Studienjahr 2009; 44. Studienjahr 2018) und der Old Dominion University in Norfolk, Virginia inne.

Im Jahr 2014 wurde er Ordinarius für Religionsphilosophie der Neuzeit, Schwerpunkt Denominationen und interreligiöser Dialog, an der 2013 gegründeten School of Jewish Theology der Universität Potsdam. Homolka ist seit 2020 Oberst der Reserve beim Streitkräfteamt, zuvor war er Oberstleutnant der Reserve im Bundesverteidigungsministerium. Als Verbindungsoffizier zur jüdischen Gemeinschaft bereitete er den Weg für den Militärseelsorgevertrag von 2019.

Am 30. Juli 2017 wurde Homolka zum Vorsitzenden der Union progressiver Juden in Deutschland K.d.ö.R. gewählt. 2020 wurde er wiedergewählt, zum 12. Dezember 2022 wurde Irith Michelsohn seine Nachfolgerin.

Kontroversen

Protest gegen katholische „Karfreitagsfürbitte für die Juden“ (2008)

Aus Protest gegen die Neuformulierung der Karfreitagsfürbitte für die Juden durch Papst Benedikt XVI. im Jahr 2008 sagte Homolka seine Teilnahme am 97. Deutschen Katholikentag ab, da das Gebet die Judenmission billige. Er erklärte, Gott habe die Juden zum „Licht unter den Völkern“ berufen, daher sei sicher keine Erleuchtung durch die katholische Kirche nötig. Außerdem warf er der katholischen Kirche vor, ihre „antisemitischen Tendenzen“ nicht im Griff zu haben. Homolka engagiert sich jedoch weiter im interreligiösen Dialog.

Öffentliche Anwürfe gegen Homolka und ihre Entkräftung seit 2022

Im Jahr 2019 soll es am Abraham-Geiger-Kolleg zu einem Vorfall sexueller Belästigung gekommen sein. Beschuldigt wurde ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kollegs, der dort bis 2022 tätig war. Die Kanzlerin des Abraham-Geiger-Kollegs nahm nach Beschwerdeeingang am 14. Dezember 2020 gegen den Mitarbeiter personalrechtliche Ermittlungen auf, nachdem sich Homolka, der Rektor, für befangen erklärt hatte, da es sich bei dem Beschuldigten um seinen Lebenspartner handelte. Die Staatsanwaltschaft Berlin leitete gegen den Mitarbeiter strafrechtliche Ermittlungen wegen des Vorwurfes „der Verbreitung pornographischer Schriften“ ein, stellte sie jedoch am 16. April 2021 wegen Geringfügigkeit ein. In der Folge erhob Jonathan Schorsch, ein Professor der Universität Potsdam, Mitte Dezember 2021 Vertuschungsvorwürfe gegen Homolka, woraufhin im Januar 2022 der Sachverhalt vom Vorsitzenden der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland, Andreas Nachama, extern überprüft wurde. Nachdem Nachama am 10. Januar 2022 das korrekte Verhalten Homolkas bestätigte, wandte sich Schorsch an die Leitung der Universität Potsdam, die seinen Vorwurf von einer internen Kommission überprüfen ließ. Im Untersuchungsbericht der Kommission, der am 26. Oktober 2022 veröffentlicht wurde, wurden keinerlei personal- oder strafrechtlichen Vergehen Homolkas festgestellt, und Homolka nahm rückwirkend zum 1. Oktober 2022 seine Lehrtätigkeit, die er hatte ruhen lassen, wieder auf. Zu Schorschs Vorwürfen gegen Homolka gehörte auch der wissenschaftlichen Fehlverhaltens. Eine Dissertation, mit der Homolka 1992 am King’s College London promoviert worden war, weise plagiatorische Züge auf. Die Londoner Universität wies diesen Vorwurf im Jahr 2025 zurück; der Doktorgrad Homolkas bleibt bestehen. Mit Urteil vom 15. Januar 2026 bestätigte zudem das Oberlandesgericht Frankfurt am Main Unterlassungsansprüche Homolkas gegen Schorsch. Dieser habe ohne belastbare Tatsachengrundlage eine jahrelange ehrverletzende Kampagne angestoßen. Die Kosten des Berufungsverfahrens hat Schorsch vollumfänglich zu tragen.

Im Zusammenhang mit den gegen ihn gerichteten Anschuldigungen und seiner Behandlung durch die Medien ging Homolka gegen zahlreiche Zeitungen presserechtlich vor. In einem Verfahren gegen Axel Springer, dem Verleger von Welt Online, erwirkte er für durch den Journalisten Alan Posener erlittene Persönlichkeitsrechtsverletzungen ein Ordnungsgeld. Nach einem im Mai 2024 geschlossenen Vergleich sah Homolkas Anwalt, David Geßner, die entscheidenden Vorwürfe an seinen Mandanten als entkräftet. In der Presse hieß es, dass der Springer-Verlag und Homolka darin übereinstimmten, dass umfassende Untersuchungen keine straf- oder disziplinarrechtlichen Verfehlungen erbracht hätten. Insbesondere hätten die Untersuchungen der Universität Potsdam sowie der Strafrechtskanzlei Gercke-Wollschläger für den Zentralrat der Juden etwaige Vorwürfe nicht im Ansatz bestätigt.

Homolka hatte auch gegen die Verbreitung strafrechtlicher Vorwürfe geklagt, die im Dezember 2022 in einem vom Zentralrat der Juden in Deutschland veröffentlichten Gutachten einer von diesem beauftragten Anwaltskanzlei gegen ihn erhoben worden waren. Durch eine einstweilige Verfügung hatte das Landgericht Berlin die Verbreitung untersagt, woraufhin der Zentralrat den Bericht abänderte, aber zugleich Berufung gegen das Urteil eingelegt hatte, die das Kammergericht Berlin verwarf. Mit dem Urteil vom 8. Juli 2025 untersagte die Pressekammer des Landgerichts Berlin nun auch im Hauptsacheverfahren sämtliche von Homolka beanstandeten Äußerungen. Dies betrifft sowohl die „Executive Summary“ als auch die begleitende Pressemitteilung vom 7. Dezember 2022 sowie einen Artikel in der Jüdischen Allgemeinen, dem Organ des Zentralrats, vom selben Tag. Das Gericht stellte klar, dass diese Inhalte das Persönlichkeitsrecht Homolkas massiv verletzten und der Zentralrat sie nicht hätte veröffentlichen dürfen. Die Verbreitung derartiger Verdachtsäußerungen sei rechtswidrig – insbesondere im Hinblick auf das Grundrecht auf Schutz der Ehre und Reputation. Homolkas Rechtsbeistand Geßner kommentierte: „Dies zeigt, dass das beauftragte Gutachten ausschließlich den Interessen des Zentralrats dienen sollte. […] Der Zwischenbericht [wurde] bewusst dazu verwendet, um vor den Wahlen der UpJ [Union progressiver Juden] Stimmung gegen unseren Mandanten zu machen. Das kostenintensive Gutachten der Kanzlei Gercke-Wollschläger ist nichts weiter als ein einseitiges, interessengeleitetes Parteigutachten.“

Ämter und Mitgliedschaften

Homolka war Mitglied im Jewish Studies Advisory Board der Princeton University und bis 2003 stellvertretendes Stiftungsratsmitglied der Berliner Philharmoniker, Mitglied der Hessischen Kulturkommission, Mitglied des Aufsichtsrates der Österreichische Bundestheater Holding und Beirat der Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Von 1997 bis 2000 und wieder ab 2004 war er Mitglied im Governing Body der World Union for Progressive Judaism. Von 1997 bis 2000 war er Mitglied im Vorstand der Union progressiver Juden in Deutschland, Österreich und der Schweiz, von 2017 bis 2022 Vorsitzender der Union Progressiver Juden in Deutschland, bis 2018 Vizepräsident der European Union for Progressive Judaism und von 2016 bis 2023 Mitglied im Executive Board der World Union for Progressive Judaism.

Von 2003 bis 2015: Vorsitzender des Kuratoriums der Ursula-Lübbe-Stiftung und bis 2014 Mitglied im Kuratorium der Eugen-Biser-Stiftung. Er war Mitglied des Vorstandes des Verbands der Judaisten in Deutschland von 2017 bis 2020 und Kulturbeirat des Programms ORF III des Österreichischen Fernsehens. Er war von 2008 bis 2023 Vorsitzender des Vorstandes des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks für jüdische Begabtenförderung. Homolka war Mitglied der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland, die ihn im Januar 2023 mit der satzungsmäßig erforderlichen Zweidrittelmehrheit von 19 Stimmen ausschloss. Er war von 2013 bis 2023 Geschäftsführer des Zacharias Frankel College an der Universität Potsdam für die Ausbildung konservativer Rabbiner, das am 17. November 2013 mit der American Jewish University in Potsdam eröffnet wurde. Bis 2022 war er im Direktorium des Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, bis 2023 Kuratorium Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und bis 2024 Mitglied im Strategic Orientation Council der Luxembourg School of Religion & Society.

Auszeichnungen (Auswahl)

Walter Homolka erhält das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich (2016)

Schriften (Auswahl)

Als Mitautor

Lexika

Als Herausgeber

Als Mitherausgeber

Reihen

Commons: Walter Homolka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Carsten Dippel: Ein selbstbewusstes Judentum. 20 Jahre liberale Rabbinerausbildung in Deutschland. In: Deutschlandfunk. Tag für Tag, 14. August 2019, abgerufen am 11. Oktober 2020.
  2. ↑ Wolfgang Krinninger: Was zählt, ist das Tun. In: Passauer Bistumsblatt. Bistum Passau, 16. September 2021, abgerufen am 24. September 2023.
  3. ↑ Jüdisch-Christliches Verhältnis: „Der schwarze Hintergrund, vor dem Christen sich profilierten“. – Interview mit Walter Homolka, Deutschlandfunk vom 2. Juni 2020, abgerufen am 15. Dezember 2020.
  4. ↑ Siehe Jes 45,15 EU sowie die christliche Rezeption mit der Lehre vom Deus absconditus.
  5. ↑ Caroline Fetscher: Der Rabbi am grünen Ruder. (PDF; 13 kB) In: Der Tagesspiegel. 30. Mai 1998, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. Januar 2018; abgerufen am 23. Juni 2018 (Volltext in whomolka.de).
  6. ↑ Yvonne Jennerjahn: Rabbiner mit grüner Vergangenheit. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 19. Oktober 2012, abgerufen am 20. März 2017.
  7. ↑ 90 Jahre, 90 Köpfe. In: studienstiftung.de, abgerufen am 15. Dezember 2015.
  8. ↑ Gründer des Abraham Geiger Kollegs zieht sich als Gesellschafter zurück. In: spiegel.de. 21. Mai 2022, abgerufen am 21. Mai 2022.
  9. ↑ In a twist, German rabbi at scandal’s center cedes rabbinical school ownership to Berlin Jews In: Jerusalem Post, 13. Januar 2023. Abgerufen am 8. Juni 2023 (englisch). 
  10. ↑ Yvonne Jennerjahn: Rabbiner Homolka ist jetzt Uni-Professor. In: PNN. 21. Mai 2014, abgerufen am 20. März 2017.
  11. ↑ Mich als Typen hat’s gebraucht. In: bundeswehr.de, 30. Juli 2020, abgerufen am 31. Juli 2020.
  12. ↑ Karin Wollschläger: Getilgtes Unrecht und neues Vertrauen. Interview: Rabbiner Homolka zur Einführung der jüdischen Militärseelsorge. In: Domradio. Katholische Nachrichtenagentur, 19. Dezember 2019, abgerufen am 24. September 2023.
  13. ↑ »Ein historischer Tag«. In: juedische-allgemeine.de. 20. Dezember 2019, abgerufen am 10. November 2025: „Dabei nannte er (Josef Schuster) insbesondere den Rektor des Abraham Geiger Kolleg, Rabbiner Walter Homolka, den er in diesem Zusammenhang als »spiritus rector« bezeichnete.“
  14. ↑ Carsten Baus, Sabine Hank: Feldrabbiner im ersten Weltkrieg und Militärrabbiner in der deutschen Bundeswehr. In: Arbeitskreis Jüdisches Bingen (= Arbeitskreis Jüdisches Bingen). Nr. 13. Ess, Matthias, Bad Kreuznach 2021, ISBN 978-3-945676-65-3, S. 99 (juedisches-bingen.de [PDF; abgerufen am 10. November 2025]): „Walter Homolka war in den letzten 20 Jahren Verbindungsoffizier zur jüdischen Gemeinschaft und hat zuletzt bei der Einführung der jüdischen Militärseelsorge assistiert“
  15. ↑ Roland Kaufhold: Starke Liberale. Die Vereinigung lud zur Jahrestagung und wählte Walter Homolka zum neuen Vorsitzenden. In: Jüdische Allgemeine. 3. August 2017, abgerufen am 3. August 2017.
  16. ↑ Neuer Vorstand der UPJ gewählt. 12. Dezember 2022, abgerufen am 18. Januar 2023.
  17. ↑ Vgl. etwa Jes 60,1–22 EU sowie zu Jes 49,5 EU Pinchas Lapide: Hat das Judentum einen Missionsauftrag? In: Walter Homolka, Esther Seidel (Hrsg.): Nicht durch Geburt allein. Übertritt zum Judentum (= Aus Religion und Recht. Band 5). 3. Auflage. Frank & Timme, Berlin 2006, ISBN 3-86596-079-0, S. 19–30, hier: S. 23 f. (Mit einer Einleitung von Pinchas Lapide. Überarb., aktualisierter und erw. Nachdr. der Ausg. 1995).
  18. ↑ Die „Methode Posener“ – Stellungnahme
  19. ↑ Alan Posener: Die Methode Homolka. In: welt.de. 9. Mai 2022, abgerufen am 10. Mai 2022 (Artikelanfang frei abrufbar).
  20. ↑ Der Tagesspiegel, 6. Mai 2022
  21. ↑ Staatsanwaltschaft Berlin (Hrsg.): Einstellungsmitteilung wegen Geringfügigkeit. Berlin 16. April 2025 (GZ 284Js 422/21).
  22. ↑ Evelyn Finger: Der Fall des Rabbiners. Walter Homolka, Frontmann des liberalen Judentums, soll sich des Machtmissbrauchs schuldig gemacht haben. Der Zentralrat lässt ermitteln. Was ist da los? In: Die Zeit. 1. Juni 2022, abgerufen am 6. Juni 2022.
  23. ↑ Walter Homolka: From essence to existence: Leo Baeck and religious identity: continuity and change in liberal Jewish and Protestant theology. Hrsg.: King’s College London / kcl.ac.uk. London 1992, OCLC 1063316383 (englisch, Dissertation).
  24. ↑ Heike Schmoll: Abraham Geiger Kolleg: Homolkas Dissertation mit 60 Seiten Plagiat. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. Februar 2023, abgerufen am 6. Februar 2026 (die Autorin weist darauf hin, dass Homolkas Schrift in der Onlinebibliothek des King's College nicht abrufbar sei. Sie ist jedoch als Buch erschienen.).
  25. ↑ Einzelne Änderungen an der Dissertation waren bereits erfolgt. David Geßner: Zurückweisung von Schorschs Plagiatsvorwurf gegen Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka. In: Geßner Legal. 6. Februar 2026, abgerufen am 7. Februar 2026 (Der Doktorgrad bleibt bestehen; einzelne Änderungen an der Dissertation waren bereits erfolgt.). Die geänderte Dissertation ist nicht mehr veröffentlicht; die vorgenommenen Änderungen sind nicht nachvollziehbar. Die Universität Potsdam hat kein eigenes Prüfungsverfahren eingeleitet. Siehe dazu: Heike Schmoll, Universitätsleitung und Ministerium schweigen: Der Umgang mit den Plagiatsvorwürfen gegen Walter Homolka als Beispiel für kollektive Verantwortungslosigkeit. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 12. März 2026, S. 6.
  26. ↑ David Geßner: Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka obsiegt gegen Prof. Dr. Jonathan Schorsch. In: Geßner Legal. 6. Februar 2026, abgerufen am 6. Februar 2026.
  27. ↑ David Geßner: Pressemitteilung zu Rabbiner Walter Homolka. (Zusammenfassung einer beschämenden Kampagne). In: rechtsanwalt-gessner-berlin.de. 13. September 2023, abgerufen am 18. September 2023.
  28. ↑ David Geßner: Landgericht Berlin: Axel Springer muss 7.500€ Ordnungsgeld zahlen. In: rechtsanwalt-gessner-berlin.de / Geßner Legal. 23. September 2022, abgerufen am 17. November 2025.
  29. ↑ Evelyn Finger: Walter Homolka: Rechtsstreit zwischen Axel Springer und Rabbiner Homolka beigelegt. Der Springer-Verlag hatte gegen den Potsdamer Rabbiner Walter Homolka schwere Vorwürfe erhoben. Jetzt endete der jahrelange juristische Konflikt mit einem Vergleich. In: Zeit Online. 20. Juni 2024, abgerufen am 16. November 2024.
  30. ↑ Presseerklärung zu Untersuchung der Vorwürfe sexualisierter Belästigung. Zentralrat der Juden in Deutschland, 19. Mai 2022, abgerufen am 21. April 2024.
  31. ↑ Gericht gibt Homolka im Streit mit Zentralrat teilweise Recht. Nur manche Anschuldigungen gegen den Rabbiner dürfen noch veröffentlicht werden. In: katholisch.de. 22. Februar 2023, abgerufen am 10. Juli 2023: „Neue Wendung im Fall Homolka: Der Zentralrat der Juden in Deutschland darf einige Anschuldigungen gegen den Rabbiner nicht mehr veröffentlichen, hat das Landgericht Berlin entschieden. Im Zentrum des Falles steht eine Ausbildungsstätte.“
  32. ↑ Einstweilige Verfügung gegen Zentralrat der Juden erwirkt. Geßner Legal Medienkanzlei, abgerufen am 10. Juli 2023.
  33. ↑ Aktuelle Meldung. Zentralrat der Juden in Deutschland, 13. September 2023, abgerufen am 21. April 2024.
  34. ↑ Urteil vom 7. Oktober 2024, AZ: 10 U 45/23.
  35. ↑ Felix Schimmel: Prozesserfolg für Rabbiner Walter Homolka gegen Zentralrat der Juden vor dem Berliner Kammergericht. In: Geßner Legal. 16. Oktober 2024, abgerufen am 16. November 2024.
  36. ↑ Felix Schimmel: Bedeutender Prozesserfolg im Klageverfahren für Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka gegen Zentralrat der Juden in Deutschland. In: Geßner Legal. 10. Juli 2025, abgerufen am 8. November 2025.
  37. ↑ Vorstand – Leo Baeck Foundation. Abgerufen am 3. Mai 2025 (deutsch).
  38. 1 2 Wissenschaftsrat. In: eugen-biser-stiftung.de. Abgerufen am 4. November 2025 (Wissenschaftsrat der Eugen-Biser-Stiftung).
  39. ↑ Vorstand. In: gmjo.at / Gustav-Mahler-Jugend-Orchester. Abgerufen am 4. November 2025 (Vorstand des Gustav-Mahler-Jugend-Orchesters).
  40. ↑ Beratendes Kuratorium. In: Centrum Judaicum. Abgerufen am 8. November 2025 (deutsch).
  41. ↑ Friedmann Eißler: Trägerverein für interreligiöses Zentrum in Berlin gegründet. In: EZW-Materialdienst. Jg. 2011, Nr. 12, S. 466 (ezw-berlin.de abgerufen am 21. März 2017).
  42. ↑ Kuratorium. In: house-of-one.org. Abgerufen am 4. November 2025 (das aktuelle Kuratorium des House of One).
  43. ↑ Kuratorium. In: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin (GCJZ). Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. August 2025; abgerufen am 8. November 2025.
  44. ↑ Juden und Christen in Deutschland. In: zdk.de / Zentralkomitee der deutschen Katholiken. 13. April 2005, abgerufen am 4. November 2025: „Jüdische Mitglieder: …, Rabbiner Dr. Walter Homolka, Berlin, …“
  45. ↑ Bericht. Mittel- bis langfristige Entwicklung der Kulturlandschaft Hessen. (PDF) In: hmwk.hessen.de. Unabhängige Hessische Kulturkommission, 16. Dezember 2002, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 12. März 2006; abgerufen am 30. November 2025: „Mitglieder: …, Walter Homolka, …“
  46. 1 2 Walter Homolka. In: Die Furche. Nr. 26. Wien 30. Juni 2005, S. 8.
  47. ↑ Executive Board Before 2018 European Assembly. (PDF) In: eupj.org. 22. März 2018, abgerufen am 4. November 2025 (Vice President European Union for Progressive Judaism).
  48. ↑ WUPJ Annual Report 2016. (PDF) In: World Union for Progressive Judaism' – WUPJ. Abgerufen am 4. November 2025 (Executive Board member WUPJ).
  49. ↑ Ursula Lübbe Stiftung wird Partner für Bildung und Kultur. In: ots.at. 11. Dezember 2003, abgerufen am 21. November 2025.
  50. ↑ Sieben neue Mitglieder im ORF-III-Kulturbeirat. In: orf.at, abgerufen am 3. August 2018.
  51. ↑ Die Leitung des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks. Rabbiner Prof. Walter Homolka. In: eles-studienwerk.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. April 2022; abgerufen am 9. Mai 2022.
  52. ↑ Homolka gibt Vorstandsvorsitz bei jüdischem Studienwerk ab. In: www.juedische-allgemeine.de. 1. März 2023, abgerufen am 8. März 2023.
  53. ↑ Allgemeine Rabbinerkonferenz: Walter Homolka wird ausgeschlossen. In: juedische-allgemeine.de. 26. Januar 2023, abgerufen am 26. Januar 2023.
  54. ↑ Impressum der Website des Zacharias Frankel College. In: zacharias-frankel-college.de, abgerufen am 21. März 2017.
  55. ↑ Direktorium. Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. In: selma-stern-zentrum.de, abgerufen am 16. November 2024 (Es besteht eine dauerhafte Vertretung. Die Beteiligung des Abraham-Geiger-Kollegs ruht seit Mai 2022.).
  56. ↑ Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. (PDF) In: deutscher-koordinierungsrat.de. 14. Juni 2018, abgerufen am 5. November 2025.
  57. 1 2 Luxemburg ehrt Rabbiner und Potsdamer Professor Walter Homolka. In: bz-berlin.de. 20. Juli 2021, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. Juli 2021.
  58. 1 2 Luxemburg ehrt Walter Homolka. In: Märkische Allgemeine Zeitung. 21. Juli 2021, ISSN 0863-7075, S. 15 (Die Partnerschaft meint die Mitgliedschaft im Strategic Orientation Council): „Damit sei auch Homolkas Engagement für die Partnerschaft mit der „Luxembourg School of Religion & Society“ gewürdigt worden. … Der 57-Jährige ist damit nun „Ritter der Eichernen Krone“.“
  59. 1 2 Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952. (PDF; 6,6 MB) S. 1438. In: parlament.gv.at, 23. April 2012, abgerufen am 27. Oktober 2016.
  60. ↑ Heide Sobotka: »Meilensteine des liberalen Judentums«. In: juedische-allgemeine.de/. 18. Juli 2012, abgerufen am 8. November 2025.
  61. ↑ Engagement der Förderer sichert Qualität der Festspiele. Schausberger überreichte Walter Homolka von der Deutschen Bank-Kulturstiftung das Goldene Ehrenzeichen des Landes. In: oe-journal.at / Österreich Journal - Aktuelles aus Österreich. 12. August 2002, abgerufen am 4. November 2025.
  62. ↑ Walter Homolka erhält Silbernes Ehrenzeichen. In: presse.wien.gv.at / Presse-Service. Rathauskorrespondenz. 19. Oktober 2002, abgerufen am 4. November 2025.
  63. ↑ Homolka Dott. Walter. Cavaliere Ordine al Merito della Repubblica Italiana. 22. Juli 2002, abgerufen am 8. November 2025.
  64. ↑ Decretul nr. 902/2002 privind conferirea Ordinului naţional Serviciul Credincios în grad de Ofiţer. Preşedintele României, lege5.ro, 13. November 2002; abgerufen am 27. Oktober 2016 (Dekret vom 7. November 2002).
  65. ↑ Membres. In: ehrenlegion-onm.de / Deutsche Gesellschaft der Mitglieder der Französischen Ehrenlegion und des Französischen Verdienstordens e.V. 4. November 2025, abgerufen am 4. November 2025 (französisch).
  66. ↑ Dr. Walter Homolka to Receive Doctor of Humane Letters, honoris causa, at Hebrew Union College-Jewish Institute of Religion Graduation Ceremonies. (Memento vom 9. September 2015 im Internet Archive) Hebrew Union College, 6. April 2009, abgerufen am 21. März 2017.
  67. ↑ Burkhard Schmidtke: Walter Homolka mit Ehrenkreuz der Bundeswehr ausgezeichnet. 2. Dezember 2010, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 11. Januar 2014. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  68. ↑ Pressemitteilung des BMVg. In: bmvg.de. Bundesministerium für Verteidigung, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. Januar 2014; abgerufen am 23. Juni 2018 (Foto mit Bildunterschrift).
  69. ↑ Manfred Dietrich: Zwischen Tradition und Moderne: Das liberale Judentum und die progressive jüdische Gemeinde Or Chadasch Wien. (PDF) In: rw-ktf.univie.ac.at. 2013, S. 168, abgerufen am 8. November 2025.
  70. ↑ Raschid Bockemühl: Vielfalt ist die Realität der Gesellschaften unserer Zeit. Zur Verleihung der Tschelebi-Friedenspreise 2011 an Rabbiner Walter Homolka und Herausgeber des interreligiösen Kalenders „Miteinander 2011 – Juden, Christen, Muslime“. (islam.de 1. November 2011), abgerufen am 15. Dezember 2015.
  71. ↑ Auszug aus der Rede von Professor Homolka anlässlich der Aushändigung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Evangelischer Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte, 27. Februar 2015; abgerufen am 27. Oktober 2016.
  72. ↑ Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka erhält Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. In: uni-potsdam.de. 27. Februar 2015, abgerufen am 4. November 2025.
  73. ↑ Hartmut Bomhoff: Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka (52) erhält den Großen Verdienstorden mit Stern der Republik Österreich. In: uni-potsdam.de. 5. Juli 2016, abgerufen am 4. November 2025.
  74. ↑ Walter Homolka als „Versöhner des Jahres“ geehrt. Pressemitteilung der Universität Potsdam, 3. März 2018; abgerufen am 11. Juni 2018.
  75. ↑ Verleihung des Berliner Landesordens. In: berlin.de. Presse- und Informationsamt des Landes Berlin, 27. September 2018, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. November 2025.
  76. ↑ Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka erhielt Verdienstorden des Landes Brandenburg. In: uni-potsdam.de. 12. Oktober 2020, abgerufen am 4. November 2025.
  77. ↑ Mitteilung der Universität Köln vom November 2021: Toleranzpreise 2021 – Zeichen für eine offene, plurale Gesellschaft
  78. ↑ Tolerance Awards 2021 - a sign of an open, pluralistic society. In: euro-acad.eu. European Academy of Sciences and Arts, 18. November 2021, abgerufen am 4. November 2025 (englisch).
  79. ↑ Members. In: Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Abgerufen am 5. November 2025 (englisch): „Member: Full Name: Walter Homolka, Class: VII, Country: Germany“
  80. ↑ Silke Engel: Kooperation mit der Jüdischen Universität Budapest wird ausgebaut. In: Medieninformation / Nr. 019. Universität Potsdam, 1. März 2022, abgerufen am 24. September 2023.
  81. ↑ Rabbiner Walter Homolka. Das Judentum zwischen Religion und Politik. In: Andrássy Universität Budapest. 3. März 2022, abgerufen am 4. November 2025.
Personendaten
NAME Homolka, Walter
KURZBESCHREIBUNG deutscher Rabbiner und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 21. Mai 1964
GEBURTSORT Landau an der Isar