Walter Bromme

Walter Julius Ernst Bromme (* 2. April 1885 in Berlin; † 30. März 1943 in Dresden) war ein deutscher Komponist von Schlagern und Operetten.

Leben

Bromme wurde 1885 in Berliner Stadtteil Wedding geboren. Sein Vater war der Kaufmann Julius Bromme (* 1861 Berlin; † 1937 ebendort), seine Mutter Bertha Bromme, geb. Feder (* 1864 Colbergermünde; † 1936 Berlin). Über seinen Werdegang ist wenig bekannt. 1925 war er Direktor des Berliner Theaters in der Charlottenstraße 90-92. Im 1936 erschienenen Tonkünstler-Lexikon von Frank und Altmann ist vermerkt: Verweigert Angaben über sich. Auch in den Nachfolgebänden fehlt Bromme vollständig, wie auch in fast allen anderen einschlägigen Nachschlagewerken. Lediglich in der MGG finden sich verstreut Hinweise auf seine Werke sowie in den Bibliothekskatalogen.

Allerdings war er als Operettenkomponist durchaus erfolgreich, wie die zahlreichen veröffentlichten und auch gespielten Operetten zeigen. Diverse Titel aus den von ihm vertonten Operetten waren Hits in den 1920er und 1930er Jahren, möglicherweise hat er auch einzelne Titel als Schlager veröffentlicht. Zeitweilig war er Direktor des Metropoltheaters in Berlin, wo er in der Spielzeit 1923/24 nur seine eigenen Operetten auf den Spielplan setzte (Schönste der Frauen; Karneval der Liebe; Mascottchen; Tausend süße Beinchen).

Grabstätte

1908 heiratete er Frieda Ernst (* 1882 Berlin; † 1976). Bromme wohnte in Berlin-Grunewald, verstarb aber kurz vor seinem 58. Geburtstag in Dresden an den Folgen einer Herzerkrankung. Er wurde in Berlin in einem Ehrengrab der Stadt Berlin auf dem Emmaus-Friedhof an der Hermannstraße begraben.

Werke

Operetten

Einzelschlager

Tondokumente

Liedschlager:

Commons: Walter Bromme – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Klangbeispiel:

Einzelnachweise

  1. ↑ Standesamt X Dresden, Sterbeurkunde Nr. 1215/1943/I
  2. ↑ Laut Berliner Adressbuch (1914 und öfters) handelte Julius Bromme mit Heringen engros. Die Firma wurde nach seinem Tod von Walter Brommes Frau weitergeführt.
  3. ↑ Standesamt Berlin XIII, Heiratsurkunde Nr. 71 vom 9. März 1885
  4. ↑ Paul Frank und Wilhelm Altmann: Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon. Für Musiker und Freunde der Musik. Regensburg 1936.
  5. ↑ Standesamt Berlin IX, Heiratsurkunde Nr. 352 vom 11. August 1908
  6. 1 2 3 4 Gerhard Dangel und Hans-W. Schmitz: Welte-Mignon-Reproduktionen / Welte-Mignon Reproductions. Gesamtkatalog der Aufnahmen für das Welte-Mignon Reproduktions-Piano 1905–1932 / Complete Library Of Recordings For The Welte-Mignon Reproducing Piano 1905–1932. Stuttgart 2006, ISBN 3-00-017110-X
  7. 1 2 3 4 5 Universität zu Köln. Theaterwissenschaftliche Sammlung.
  8. ↑ Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG
  9. ↑ Notentitel abgebildet bei
  10. ↑ alle vier Titel aufgen. 26. März 1919: nach Zwarg, Phono Museum: Beka 30.000 (PDF) S. 24
  11. ↑ 1924, vgl. Lotz, Vox-DiskographieArchivierte Kopie (Memento des Originals vom 27. April 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. ↑ 1924, vgl. Lotz, Vox-DiskographieArchivierte Kopie (Memento des Originals vom 27. April 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  13. ↑ 04.1924, vgl. Lotz, Vox Künstler Diskographie S. 153–154 (PDF)
  14. ↑ 04.1924, vgl. Lotz, Vox Künstler Diskographie S. 153–154 (PDF)
Personendaten
NAME Bromme, Walter
ALTERNATIVNAMEN Bromme, Walter Julius Ernst (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Komponist von Schlagern und Operetten
GEBURTSDATUM 2. April 1885
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 30. März 1943
STERBEORT Dresden