Walter Denecke

Mosaikwandbild von Walter Denecke aus dem Jahr 1963 am Ärztehaus in der Balatonstraße 20 in Berlin-Friedrichsfelde

Walter Denecke (* 25. Februar 1906 in Kleinalsleben; † 10. September 1975 in Ahrenshoop) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben und Werk

Denecke war der Sohn eines Landwirts. Er studierte von 1926 bis 1929 an der Leipziger Kunstgewerbe- und Handwerkerschule bei Otto Fischer-Trachau Wandmalerei. Von 1930 bis 1932 war er Lehrer an der Kunstgewerbeschule Wiesbaden. 1930 hatte er im Museum Wiesbaden seine erste Ausstellung. Ab 1929 unternahm er mehrfach Studienreisen nach Frankreich, Italien, Spanien und Nordafrika. In Spanien war er Mitglied der Arbeitergewerkschaft. Während eines Aufenthalts auf Ibiza äußerte er sich 1936 unter dem Pseudonym „Denesco“ künstlerisch gegen die Franco-Putschisten. 1937 bis 1939 lebte er in Paris, wo er einer antifaschistischen Künstlergruppe angehörte. 1939 wurde er nach Deutschland ausgewiesen. 1937 wurde im Rahmen der deutschlandweiten konzertierten Aktion „Entartete Kunst“ eine Tuschezeichnung Deneckes aus dem Nassauischen Landesmuseum Wiesbaden beschlagnahmt und vernichtet. Er wurde zur Wehrmacht eingezogen und war bis 1948 im Kriegsdienst und in Kriegsgefangenschaft. Von 1948 bis 1950 lebte er in Quedlinburg. Dann zog er nach Berlin, wo er in Karlshorst freiberuflich als Maler und Grafiker arbeitete, vor allem als Landschaftsmaler. 1956 und 1958 unternahm er Studienreisen nach Bulgarien und 1960 in die Sowjetunion, u. a. in die mittelasiatischen Republiken. Denecke war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR.

Die Bühnenbildnerin und Malerin Ilona Freyer war seine Tochter.

Öffentliche Sammlungen mit Werken Deneckes (unvollständig)

Werke (Auswahl)

Tafelbilder (Auswahl)

Aquarelle (Auswahl)

Ausstellungen (unvollständig)

Personalausstellungen

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR

Postum

  • 1980: Berlin, Ausstellungszentrum am Fernsehturm („Berliner Kunst - Retrospektive“)
  • 1987: Berlin, Ephraim-Palais („Das Bild der Stadt Berlin von 1945 bis zur Gegenwart“)

Literatur (chronologisch)

Commons: Walter Denecke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion "Entartete Kunst", Forschungsstelle "Entartete Kunst", FU Berlin
  2. ↑ Volker Frank: Freyer, Ilona. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 45, Saur, München u. a. 2005, ISBN 3-598-22785-X, S. 2.
  3. ↑ Walter Denecke - Kunst in der DDR / Künstler. Abgerufen am 8. März 2024.
  4. ↑ https://nat.museum-digital.de/singleimage?resourcenr=1438982
  5. ↑ Walter (Maler) Unbekannter Fotograf; Denecke: Bulgarische Früchteverkäuferin. 1958, abgerufen am 14. Oktober 2023.
  6. ↑ Rudolph; Denecke Kramer: Volkswerft Stralsund. 1962, abgerufen am 14. Oktober 2023.
  7. ↑ Waltraud; Denecke Rabich: Boddenlandschaft. 1971, abgerufen am 14. Oktober 2023.
  8. ↑ Waltraud; Denecke Rabich: Boddenlandschaft. 1971, abgerufen am 14. Oktober 2023.
  9. ↑ https://verlorene-generation.com/kuenstler/walther-denecke/
  10. 1 2 Bildindex der Kunst & Architektur
Personendaten
NAME Denecke, Walter
ALTERNATIVNAMEN Denesco (Pseudonym)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Maler und Grafiker
GEBURTSDATUM 25. Februar 1906
GEBURTSORT Kleinalsleben
STERBEDATUM 10. September 1975
STERBEORT Ahrenshoop