Walter Gunz

Walter Gunz (* 19. Juli 1946 in München) ist ein deutscher Unternehmer. Er ist Mitbegründer der Media-Markt-Kette.

Leben

Gunz wurde nach der Scheidung seiner Eltern von der Großmutter aufgezogen und absolvierte ein Philosophiestudium in München. Schon während des Studiums bewarb er sich bei Karstadt und wurde dort bald Head of Consumer Electronics, Ende der 1970er Jahre auch Abteilungsleiter.

Im Jahre 1979 gründete Gunz mit Leopold Stiefel, Helga und Erich Kellerhals den Elektronikhandel Media Markt in München. Als Geschäftsführer der Media-Saturn Beteiligungsges m.b.H schuf Gunz zum Beispiel den Werbespruch: „Ich bin doch nicht blöd“.

Nach seinem Ausscheiden im Jahr 1999 und dem Verkauf seiner Anteile war er mehrfacher Millionär und besaß im Jahr 2010 ein Vermögen von 550 Millionen Euro. 2000 verkaufte Gunz die letzten Anteile an seinem Unternehmen. Er war danach als freier Berater für Softwareunternehmen sowie als Vorstandsvorsitzender der Bild.T-Online AG tätig. Von 2005 bis 2008 war er Geschäftsführer der Axel Springer E-Commerce GmbH. Im Jahr 2009 gründete er das Beratungsunternehmen Walter Gunz Strategy Consultants. In den Jahren 2009 und 2010 war er als Berater für die Gruppe Media Markt/Saturn tätig.

Im November 2013 stellte er in Berlin sein Buch Ich war doch nicht blöd vor.

Im April 2026 geriet er kurzzeitig ins Rampenlicht öffentlichen Interesses, als er zusammen mit der Pferdesport-Unternehmerin Karin Walter-Mommert den Transport des Buckelwals „Timmy“ von der Ostsee in die Nordsee finanzierte. Nach der Verbringung ins offene Meer starb der Wal.

Privates

Walter Gunz lebt heute im Wechsel in Rottach-Egern am Tegernsee und in Marrakesch (Marokko).

Vermögen

Im Jahr 2013 schätzte das Manager Magazin das Vermögen von Gunz auf ca. 600 Millionen Euro, womit er auf der Liste der 500 reichsten Deutschen Platz 199 belegt hat.

Veröffentlichungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Annette Bosetti: „Ich war doch nicht blöd“ von Walter Gunz: Zwischen Goethe und Media Markt. In: Rheinische Post. 18. Oktober 2013, abgerufen am 26. Juli 2018.
  2. ↑ Agnes Fazekas: Faktor A – Das Arbeitgebermagazin: Walter Gunz. In: faktor-a.arbeitsagentur.de. 22. November 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. April 2014; abgerufen am 2. Januar 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. ↑ Er ist doch nicht blöd!
  4. ↑ manager-magazin - Spezial, Oktober 2010: Die 500 reichsten Deutschen
  5. ↑ Lebenslauf Gunz (Memento des Originals vom 3. Januar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. ↑ Jürgen Cleve: Media Markt. Walhalla Fachverlag, Regensburg 2011, ISBN 978-3-8029-2552-8, S. 25. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  7. ↑ Mr. Media Markt über sein Erfolgsgeheimnis. (bz-berlin.de [abgerufen am 5. März 2018]).
  8. ↑ Umweltminister Backhaus verärgert über fehlende Senderdaten. In: Frankfurter Allgemeine Ztg. 3. Mai 2026, abgerufen am 3. Mai 2026.
  9. ↑ Jonathan Stock, Christoph Scheuermann, Jonah Lemm: (S+) Buckelwal vor Anholt: Das sagen die Millionäre zur missglückten Rettung. In: Der Spiegel. 11. Juni 2026, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 14. Juni 2026]).
Personendaten
NAME Gunz, Walter
KURZBESCHREIBUNG deutscher Unternehmer
GEBURTSDATUM 19. Juli 1946
GEBURTSORT München