Walter Harlan

Walter Harlan (* 25. Dezember 1867 in Dresden; † 14. April 1931 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller und Dramaturg.

Leben

Walter Harlan war Sohn des Bankiers und Landwirts Otto Harlan, sowie der Bertha Elisa Harlan (geborene Bienert, Tochter des Großindustriellen Gottlieb Traugott Bienert); einer seiner Brüder war der Flugzeugingenieur Wolfgang Harlan. Walter Harlan war mit Adele Harlan geborene Boothby verheiratet und gilt als Begründer der Künstlerfamilie Harlan; von den sieben Kindern sind insbesondere der Musiker Peter Harlan und der Regisseur Veit Harlan zu erwähnen.

Harlan studierte Jura und wurde darin promoviert. Er war zwischen 1898 und 1904 als Dramaturg am Berliner Lessing-Theater tätig und lebte anschließend als freier Schriftsteller in Berlin. Er verfasste vor allem Lustspiele.

Seine Erzählung Die Kindsmagd wurde 1936 als Maria, die Magd verfilmt, seine Tragödie Das Nürnbergisch Ei 1939 in stark veränderter Form unter dem Titel Das unsterbliche Herz. Bei beiden Filmen führte Veit Harlan Regie.

Während einer Sitzung des Verbandes der deutschen Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten, in dem er jahrelang mitgewirkt hatte, erlitt Walter Harlan am 14. April 1931 im Alter von 63 Jahren einen Herzanfall, dem er noch vor Ort erlag. Die Beisetzung erfolgte am 18. April 1931 auf dem Friedhof Heerstraße im heutigen Ortsteil Berlin-Westend. Das Grab ist nicht erhalten.

Werke

Hörspiele (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Walter Harlan †. In: Vossische Zeitung. 15. April 1931. Morgen-Ausgabe. S. 13.
  2. ↑ Vossische Zeitung. 16. April 1931. Abend-Ausgabe. S. 3.
  3. ↑ Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1. S. 487.
Personendaten
NAME Harlan, Walter
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller und Dramaturg
GEBURTSDATUM 25. Dezember 1867
GEBURTSORT Dresden
STERBEDATUM 14. April 1931
STERBEORT Berlin