
Walter Heisig (* 31. März 1909 in Berlin; † 1984 in Potsdam) war ein deutscher Grafiker.
Heisig studierte in Berlin an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule und den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst.
Er arbeitete dann als Lehrer für Grafik an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Berlin-Ost, wo einer seiner Schüler Erich A. Bischof war. Heisig war Mitglied der Novembergruppe und ab 1928 der Assoziation revolutionärer bildender Künstler. Von 1929 bis 1930 arbeitete er als Lehrer an der Piscator-Bühne und dann als Typograf für linksgerichtete Verlage. Das Berliner Adressbuch verzeichnete ihn zuletzt 1933 in der Wittenauer Treutelstraße 11. Ab 1934 ist er im Adressbuch nicht mehr enthalten.
In der Zeit des Nationalsozialismus war Heisig obligatorisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Es ist jedoch lediglich eine Ausstellung bekannt. 1937 wurde im Rahmen der deutschlandweiten konzertierten Aktion „Entartete Kunst“ aus der Staatlichen Kunstgewerbe-Bibliothek der Staatlichen Akademie für Kunstgewerbe Dresden und dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg sein Holzschnitt Katze (1929; aus der 2. Mappe Die Schaffenden; 20,4 × 28,6 cm) beschlagnahmt und zerstört.
Heisig wurde nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs zur Wehrmacht eingehzogen und nahm am Krieg teil. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft war er als Mitarbeiter der Landesregierung von Brandenburg für Kultur verantwortlich. In dieser Funktion gehörte er u. a. 1947 mit Ludwig Justi, Otto Nagel und dem Kunsthändler Hans Krenz zur Hängekommission der ersten Landesausstellung brandenburgischer Künstler. Er wurde dann Hauptreferent im Ministerium für Kultur der DDR. Von 1952 bis 1962 war er Künstlerischer Leiter des Berliner Instituts für angewandte Kunst, Nachfolger des 1950 von Mart Stam gegründeten Instituts für industrielle Gestaltung. Er hatte eine Professur für Grafik im Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und arbeitete danach als freischaffender Künstler in Potsdam. Er war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Arbeiten Heisigs befinden sich u. a. im Kunstmuseum Moritzburg, Halle/Saale.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heisig, Walter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1909 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 1984 |
| STERBEORT | Potsdam |