Walter Neuhauser

Walter Neuhauser (* 22. September 1933 in Innsbruck; † 22. Oktober 2016 ebenda) war ein österreichischer Bibliothekar und Buchwissenschaftler.

Leben und Wirken

Walter Neuhauser, dessen Vater aus Bruneck stammte, studierte seit 1952 an der Universität Innsbruck Klassische Philologie, Germanistik und Archäologie. Dort promovierte er 1958, die Magisterprüfung (Lehramt) folgte 1959. Nach kurzer Assistententätigkeit begann er 1960 an der Universitätsbibliothek Innsbruck die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst, die Fachprüfung hierfür legte er 1962 ab. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1998 war Neuhauser an der Innsbrucker UB tätig. Neben den Aufgaben als Fachreferent übernahm er 1967 die Leitung der Handschriftenabteilung; in dieser Funktion widmete er sich intensiv der Erschließung und Bewahrung des umfangreichen Bestands an Handschriften und historischen Drucken. 1984 erhielt er die Ernennung zum Hofrat. Im Jahre 1991 wurde er Direktor der Universitätsbibliothek Innsbruck. Während seiner Amtszeit konnte nicht nur eine Fortentwicklung der Bibliotheksverwaltung – auch im Rahmen der EDV – erzielt werden, sondern auch der Neubau von Fachbereichsbibliotheken.

Neuhauser versah einen Lehrauftrag für Buch- und Bibliothekswesen an der Universität Innsbruck. Von 1992 bis 1996 amtierte er als Präsident der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare. 1990 wurde er Ritter des Heiligen Grabes zu Jerusalem. Im Jahre 2001 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen.

Schriften (Auswahl)

Festschrift

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Verein Deutscher Bibliothekare (Hrsg.): Jahrbuch der deutschen Bibliotheken, Bd. 57 (1997/98), S. 557 u. Bd. 66 (2015/16), S. 458.
Personendaten
NAME Neuhauser, Walter
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Bibliothekar und Buchwissenschaftler
GEBURTSDATUM 22. September 1933
GEBURTSORT Innsbruck
STERBEDATUM 22. Oktober 2016
STERBEORT Innsbruck