Walter Pervulesko

Walter Pervulesko (* 1905 oder 1906; † 1980 in Innsbruck) war ein österreichischer Sanitätsoffizier und Sportfunktionär. Er bekleidete im Österreichischen Bundesheer den Dienstgrad eines Generalarztes und fungierte als Heeressanitätschef.

Leben

Walter Pervulesko promovierte zum Doktor der Medizin (Dr. med.). In seiner Jugend war er sportlich aktiv und spielte unter anderem von 1923 bis 1937 als Fußballer beim FC Wacker Innsbruck. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte er sich stark im Tiroler Sportwesen. Im Jahr 1951 wurde er zum ersten Präsidenten des neu gegründeten Allgemeinen Sportverbandes Österreichs (ASVÖ), Landesverband Tirol, gewählt und war später langjähriger Ehrenpräsident bzw. Ehrenmitglied des Tiroler Fußballverbandes.

Beruflich schlug er nach der Wiederaufstellung des Bundesheeres der Zweiten Republik eine Laufbahn als Militärarzt ein. Am 1. Jänner 1964 übernahm er im Dienstgrad eines Generalarztes (GenArzt) als Nachfolger von Sigmund Spiegelfeld die Position des Heeressanitätschefs im Bundesministerium für Landesverteidigung. Er leitete das militärische Sanitätswesen der Republik Österreich bis zu seinem Übertritt in den Ruhestand im Jahr 1968; sein Nachfolger in dieser Funktion wurde Johannes Schmid.

Pervulesko verstarb im Jahr 1980 im Alter von 74 Jahren in Innsbruck.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Sterbefälle Stadt Innsbruck (1980): Walter Pervulesko, Generalarzt i.R. (74). In: Innsbrucker Stadtnachrichten, Ausgabe Nr. 12, 1980, S. 13. Abgerufen via Stadtarchiv Innsbruck am 11. Oktober 2026.
  2. ↑ Kaderhistorie FC Wacker Innsbruck (1915–1937): Walter Pervulesko. Online-Dokumentation zur Vereinsgeschichte. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  3. ↑ Geschichte des ASVÖ Tirol: Dr. Walter Pervulesko, 1. Präsident. Allgemeiner Sportverband Österreichs, Landesverband Tirol. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  4. ↑ Peter Barthou: Der „Oberstenparagraph“. Der Umgang mit Obersten und Generalen der Wehrmacht im Österreichischen Bundesheer. (= Schriften zur Geschichte des Österreichischen Bundesheeres.). Gra & Wis, Wien 2008, ISBN 978-3-902455-15-4, S. 118.
  5. ↑ Ranghöchste Offiziere des Bundesheeres seit 1956: Heeressanitätschef. In: Organisationsgeschichte des Bundesministeriums für Landesverteidigung, Wien. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
Personendaten
NAME Pervulesko, Walter
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Generalarzt und Heeressanitätschef
GEBURTSDATUM 1905 oder 1906
STERBEDATUM 1980
STERBEORT Innsbruck