Walter Schinzer

Walter Schinzer (* 31. Juli 1906 in Kassel; † 1991) war ein Referent für Jungschararbeit im CVJM und Autor zahlreicher Jugendbücher. Im Allgemeinen verbinden seine Bücher Abenteuergeschichten mit christlichem Inhalt.

Leben

Walter Schinzer wurde am 31. Juli 1906 in Kassel geboren. Nach Beendigung der Volksschule erlernte er im Gießereibetrieb seines Vaters das Elektrikerhandwerk. Bereits als Jugendlicher arbeitete er im örtlichen CVJM mit und wurde 1926 zum Jugendsekretär des CVJM Nürnberg. Von 1928 bis 1931 absolvierte er eine dreijährige Ausbildung am Johanneum, einer Evangelistenschule in Wuppertal. Anschließend wurde er Jungscharwart in Pommern. 1933 beteiligte er sich aktiv an den Kirchenwahlen der Bekennenden Kirche. In Pommern erhielt er Redeverbot durch die Nationalsozialisten, da er sich weigerte, seine Jugendarbeit in die Hitlerjugend zu überführen. Daraufhin stellte ihn 1934 Arnold Dannenmann, Leiter des CVJM Ostwerkes, als Jugendwart für die Mark Brandenburg mit Sitz in Berlin ein.

Walter Schinzer war inzwischen verheiratet mit Johannette Schinzer, geb. Pohlmann, die in Berlin zwischen 1937 und 1941 drei Söhne (Friedhelm, Reinhard und Dankmut) zur Welt brachte. Er wurde zum Kriegsdienst einberufen und geriet in Kriegsgefangenschaft.

1945 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft zurück und zog mit seiner Familie zurück in seine Heimatstadt Kassel. Dort fand er Anstellung beim kurhessischen Landesverband des evangelischen Jungmännerwerks, für das er in den folgenden Jahren große Jungschar-Zeltlager veranstaltete. 1952 wechselte er zum CVJM-Gesamtverband, wo er die Verantwortung für die Jungschararbeit übernahm. In dieser Funktion entwickelte er viele neue Arbeitshilfen für die Verkündigung und Schulung im Bereich der Jugendarbeit. 1970 ging er in den Ruhestand und erhielt 1981 für seine Verdienste um die christliche Jugendarbeit das Bundesverdienstkreuz verliehen. 1991 verstarb Walter Schinzer im Alter von 85 Jahren.

Werke

Herausgeberschaft

Einzelnachweise

  1. ↑ Walter Schinzer beging 80. Geburtstag. In: Kasseler Sonntagsblatt. Autorisierte ISSN 0022-9245. Kassel 3. August 1986, S. 19.