Warte

Garbenheimer Warte (Bismarckturm Wetzlar)

Als Warte bezeichnet man im Allgemeinen einen Beobachtungsposten oder Turm (siehe Wartturm), einen Platz, von dem man Ausschau hält, oder einen Aussichtspunkt. Das Wort machte im Lauf der Jahrhunderte eine Bedeutungswandlung durch – vom althochdeutschen „warta“ bzw. dem Verb „warten“ – und ist verwandt mit „warnen“ und „wahren“.

Früher war eine Warte Teil der äußeren Wehranlagen, auch genannt Landwehren, Landheegen, einer Stadt oder Festung. Oft stand sie als Turm (Holz), auch befestigt, weit vor dem eigentlichen Objekt (Befestigung), sodass von ihr aus ein Feind früher bemerkt werden konnte. Durch Signalsysteme (Rauch, Feuer, Fahnen, Spiegel) hat man sich verständigt und die Vorwarnzeit verlängert. Ein Beispiel ist die Pinkenburg als frühere Warte der Hannoverschen Landwehr.

Übertragungen

Sternwarte Urania in Zürich

Übertragen wird der Begriff auf vielen Gebieten verwendet.

Von der ursprünglichen Bedeutung abgeleitet bedeutet der Satz Von der hohen Warte aus betrachten etwas von einem überlegenen Standpunkt aus betrachten.

Siehe auch

Commons: Warte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Warte – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Roald Amundsen: Die Eroberung des Südpols 1910–1912. Weltbild, Augsburg 2004, ISBN 3-8289-7559-3, S. 85.