Welbergen

Welbergen
Stadt Ochtrup
Koordinaten: 52° 12′ N, 7° 15′ OKoordinaten: 52° 12′ 5″ N, 7° 15′ 27″ O
Höhe: 46 m ü. NN
Fläche: 20,28 km²
Einwohner: 1299 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 48607
Vorwahl: 02553
Blick auf die Alte Kirche in Welbergen vom Radweg (ehemalige Bahnstrecke Ochtrup–Rheine) in Höhe der Brücke über die Vechte
Blick auf die Alte Kirche in Welbergen vom Radweg (ehemalige Bahnstrecke Ochtrup–Rheine) in Höhe der Brücke über die Vechte
Neue Pfarrkirche St. Dionysius, geweiht 1908
Alte Kirche im Ortskern

Welbergen ist ein Stadtteil von Ochtrup in Nordrhein-Westfalen. Auf einer Fläche von 20,3 km² leben rund 1300 Einwohner.

Geographie

Das Dorf liegt etwa mittig zwischen Ochtrup und Wettringen. Es hat wenige direkte Verbindungen zu anderen Dörfern oder Städten, liegt allerdings entlang des Bahntrassenradweges, welches Radfahrern schnelle Wege zu naheliegenden Orten ermöglicht. Nahe dem Ortskern mündet der Gauxbach in die Vechte.

Ortsgliederung

Welbergen besteht zum einen aus dem zentralen Dorfkern mit den Siedlungen, sowie fünf Bauerschaften:

Geschichte

Das Vechtedorf Welbergen kann auf eine fast 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Es ist bereits vor dem Jahre 1100 vom Kloster Metelen gegründet worden. Die katholische Pfarrei wird zum ersten Mal im Jahr 1139 erwähnt. Im Jahr 1666 wurde außerhalb des Ortes der Pestfriedhof Welbergen angelegt.

Welbergen beherbergt eine der ältesten erhaltenen Pfarrkirchen des Münsterlandes: die ältesten Teile der Pfarrkirche St. Dionysius stammen aus dem frühen 12. Jahrhundert und somit aus der Zeit der Romanik. Beim Anbau des spätgotischen Chores (1511) wurde das Kirchenschiff aufgestockt, erkennbar im Fachwerk an der Nordseite. Im Inneren sind einige Wandmalereifragmente aus der Erbauungszeit des Chores zu sehen, wahrscheinlich Darstellungen der Apostel. Die Kirche wurde 1954 durchgreifend instand gesetzt.

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Welbergen den Wunsch nach einer neuen Pfarrkirche. Die Architekten Kersting und Wenker aus Münster wurden mit der Planung einer – gemessen an der Größe des Dorfes – stattlichen Kirche beauftragt, die im damals modernen neugotischen Stil errichtet wurde. Die Weihe durch Bischof Dingelstad fand am 15. Juni 1908 statt.

Am 1. Juli 1969 wurde Welbergen in die Stadt Ochtrup eingegliedert.

Haus Welbergen

Die Herren von Welleberghe wohnten 1298 bis 1330 auf der Wasserburg Haus Welbergen. Es fanden im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Besitzerwechsel statt, bis Ende der 1920er Jahre die Wasserburg an den Bankier Jordaan van Heek verkauft wurde. Nach dem Tode seiner Witwe Bertha Jordaan van Heek ging Haus Welbergen mit einem umfangreichen Grundbesitz in eine Stiftung über, die den Namen der Stifterin Bertha Jordaan van Heek trägt. Haus Welbergen verfügt über ein reichhaltiges Archiv, dessen wertvollster Teil die Korrespondenz aus dem Kreise des Freiherrn von Fürstenberg und der Fürstin von Gallitzin bildet.

Die Parkanlage des Hauses Welbergen gehört zum European Garden Heritage Network (Europäisches Gartennetzwerk). Der formale Garten des Innenhofes steht im Kontrast mit den Staudenbeeten entlang der Burgmauern und der waldreichen Umgebung, die nur von einigen Wegen durchzogen werden. Der Innenhof ist jederzeit zu besichtigen.

Das Haus Welbergen liegt am 305 km langen Nordkurs der 100-Schlösser-Route im Münsterland.

Gebäude

Alter Posthof von 1598

Denkmale

Persönlichkeiten

Vereine und Organisationen

Verkehr

Der Haltepunkt Welbergen lag an der Bahnstrecke Ochtrup–Rheine. Die Bahnstrecke ist mittlerweile stillgelegt und auf der ehemaligen Trasse befindet sich nun ein Bahntrassenradweg, die RadBahn Münsterland.

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Ochtruper Statistik
  2. ↑ Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Baudenkmäler, Westfalen. Deutscher Kunstverlag, München 1986, ISBN 3-422-00390-8, S. 583 f.
  3. ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 97.
  4. 1 2 3 4 Wettbewerbe Übersicht 1996-2017. Archiviert vom Original; abgerufen am 17. Juli 2024.
  5. ↑ Ergebnisse des Landeswettbewerbes 2003. Archiviert vom Original; abgerufen am 17. Juli 2024.
  6. ↑ "Unser Dorf hat Zukunft" Kreiswettbewerb 2014 Abschlussbericht. Archiviert vom Original; abgerufen am 17. Juli 2024.
  7. ↑ Ergebnisse des Landeswettbewerbes 2015. Archiviert vom Original; abgerufen am 17. Juli 2024.
  8. ↑ Kreiswettbewerb Abschlussbericht 2017. Archiviert vom Original; abgerufen am 17. Juli 2024.