Werner Beinhauer (* 9. März 1896 in Neustadt an der Weinstraße; † 1. Januar 1983 in Köln) war ein deutscher Romanist und Hispanist.

Beinhauer begann 1920 ein Studium der Romanistik an der Universität Bonn, verbrachte dann drei Jahre in Madrid als Student von Américo Castro und promovierte 1923 in Bonn bei Leo Spitzer mit Beiträge zur Kenntnis der spanischen Umgangssprache. Vorbild dieser Untersuchung war Spitzers Buch Italienische Umgangssprache (Bonn 1922). Ab 1924 war Beinhauer Lektor für Spanisch an der Universität Köln. Am 15. April 1939 wurde er durch die Gestapo vernommen, weil er sich gegen den Nationalsozialismus ausgesprochen hatte. Darauf erhielt er ein Lehr- und Schreibverbot und durfte auch die Universität nicht mehr betreten.
Von 1942 bis 1945 war er Kriegsteilnehmer und geriet dann in sowjetische Kriegsgefangenschaft, die er bis 1953 in verschiedenen Lagern verbrachte. Nach seiner Rückkehr nach Köln wurde er (in Wiederaufnahme des 1942 unterbrochenen Verfahrens) zum Honorarprofessor ernannt und lehrte auch noch nach seiner Entpflichtung. 1966 wurde er mit dem Spanischen Verdienstkreuz ausgezeichnet und wurde korrespondierendes Mitglied der Real Academia Española.
Werner Beinhauer starb am 1. Januar 1983 und wurde in Köln auf dem Melaten-Friedhof (Flur 84) begraben.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Beinhauer, Werner |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Romanist und Hispanist |
| GEBURTSDATUM | 9. März 1896 |
| GEBURTSORT | Neustadt an der Weinstraße |
| STERBEDATUM | 1. Januar 1983 |
| STERBEORT | Köln |