Werner Jadassohn

Werner Jadassohn (* 1897; † 5. Juni 1973) war ein Schweizer Dermatologe.

Leben und Wirken

Werner Jadassohn war der Sohn von Josef Jadassohn. Er studierte Medizin an der Universität Bern, legte 1922 das Staatsexamen ab und wurde mit der Arbeit Untersuchungen über die Wirkung von Kohlenoxyd und Cyankali auf das Zentralnervensystem und das Nervenendorgan des Frosches am Physiologischen Institut der Universität Bern (Leitung Leon Asher) zum Dr. med. promoviert. Ab 1925 war er an der Dermatologischen Klinik der Universität Zürich Assistent bei Bruno Bloch und machte eine dermatologische Fachausbildung. 1928 habilitierte er sich mit der Arbeit Allergiestudien bei Askaridenidiosynkrasien. und wurde 1929 Oberarzt. Nach dem Tod von Bruno Bloch übernahm er 1933 dessen Hautarztpraxis in Zürich.

1946 wurde er auf den Lehrstuhl für Dermatologie und Venerologie an die Dermatologische Klinik der Universität Genf berufen. Einen Ruf an die Universitätshautklinik Wien (1957) lehnte er ab. 1968 wurde er emeritiert und war weiterhin in seiner Privatpraxis in Genf tätig.

Werner Jadassohn arbeitete vor allem auf den Gebieten der Allergologie und der Physiologie der Haut und untersuchte Krankheiten wie Akne und Rosazea. 1954 konnten er und Adolphe Franceschetti den autosomal-dominanten Erbgang beim Naegeli-Syndrom (auch als Naegeli-Franceschetti-Jadassohn-Syndrom bezeichnet) klären und grenzten es von Bloch-Sulzberger-Syndrom (Incontinentia pigmenti) ab.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Albrecht Scholz, Karl Holubar, Günter Burg: Geschichte der deutschsprachigen Dermatologie. Wiley-VCH, Weinheim 2009, ISBN 978-3-00-026784-0, S. 369 (Google Books)
Personendaten
NAME Jadassohn, Werner
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Dermatologe
GEBURTSDATUM 1897
STERBEDATUM 5. Juni 1973