Werner Kirchner

Werner Kirchner (* 15. Mai 1895 in Capelle; † 20. September 1961 auf Ischia) war ein deutscher Hölderlin-Forscher. Beruflich war er Gymnasiallehrer.

Leben

Er war nach dem Ersten Weltkrieg und 1921 erfolgtem Staatsexamen Lehrer an der Odenwaldschule in Ober-Hambach, wo er die Malerin Annemarie von Jakimow-Kruse, die dort als Zeichenlehrerin beschäftigt war, kennenlernte und 1933 heiratete. Sie brachte drei Kinder in die Ehe mit. In Heidelberg promovierte er 1927 mit der Schrift Studien zu einer Darstellung Johannes von Müllers bei Max von Waldberg an der Ruprecht-Karls-Universität.

Er wurde 1933 Lehrer in Bad Homburg. 1946 zog die Familie nach Marburg an der Lahn um. Seine Tochter ist die Romanistin und Übersetzerin Julia Marianne Kirchner (* 1937). Bis zu seinem Ruhestand 1957 war er Gymnasiallehrer am Gymnasium Philippinum. An der Universität Marburg hielt er einige Semester Lehrveranstaltungen ab, widmete sich aber vorwiegend seinen literarischen Studien. Er forschte insbesondere zu Friedrich Hölderlin und Isaac von Sinclair und lieferte wesentliche Beiträge zur Biographie Hölderlins.

Literatur

Publikationen

Einzelnachweise

  1. 1 2 Alfred Kelletat: Werner Kirchner zum Gedächtnis. In: Hölderlin-Jahrbuch. 1961/62, S. 268–272.
  2. ↑ Alessandro Pellegrini: Friedrich Hölderlin: Sein Bild in der Forschung. de Gruyter, Berlin 1965, Reprint 2019, S. 453; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
Personendaten
NAME Kirchner, Werner
KURZBESCHREIBUNG deutscher Germanist mit dem Schwerpunkt Hölderlin
GEBURTSDATUM 15. Mai 1895
GEBURTSORT Capelle, Kreis Bitterfeld
STERBEDATUM 20. September 1961
STERBEORT Ischia