Werner Laves (* 23. März 1903 in Berlin; † 18. April 1972 ebenda) war ein deutscher Maler und Grafiker.
Laves besuchte ab 1919 die Staatliche Zeichenschule Weimar, wechselte 1920 an die Staatliche Kunstgewerbeschule München und studierte von 1923 bis 1928 an der Hochschule für Bildende Künste Berlin bei Karl Hofer und Hans Meid. Ab 1928 nahm er an bedeutenden Ausstellungen teil, unter anderem an der Ausstellung Deutsche Kunst Düsseldorf 1928, an der Juryfreien Kunstausstellung, an der Berliner Secession und an Ausstellungen der Akademie für Bildende Künste Berlin. Der Gewinn des Rompreises 1930/1931 ermöglichte ihm einen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom. Durch ein privates Stipendium verbrachte er eine Zeit in Aix-en-Provence.
1937 wurden vier Arbeiten als „Entartete Kunst“ beschlagnahmt. Als er sich bei Kriegsbeginn 1939 in Frankreich aufhielt, internierten ihn die Behörden als „feindlichen Ausländer“ im Camp des Milles (Aix-en-Provence). Im Frühjahr 1940 entlassen, zog ihn die deutsche Wehrmacht zum Kriegsdienst heran; danach kam er bis 1947 in Kriegsgefangenschaft der Alliierten. Unterdessen zerstörte 1943 ein Luftangriff sein Berliner Atelier. Fast alle Werke gingen verloren. Von 1948 bis 1969 arbeitete er als Lehrer an der Hochschule für Bildende Kunst Berlin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Laves, Werner |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 23. März 1903 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 18. April 1972 |
| STERBEORT | Berlin |