Werner Schultz (* 3. Juli 1878 in Ludwigslust; † 6. November 1944 in Berlin) war ein deutscher Internist und Hämatologe.
Als Sohn eines Gymnasialprofessors besuchte Schultz das Friedrich-Franz-Gymnasium (Parchim). Nach dem Abitur studierte er Medizin an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der Charité, der Universität Rostock, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1902 wurde er in Rostock zum Dr. med. promoviert.

Anschließend arbeitete er am Anatomischen Institut und an der Medizinischen Universitätsklinik in Greifswald. Dann wirkte er als dirigierender Arzt der 2. Inneren Abteilung am Westend-Krankenhaus in Berlin-Charlottenburg. Im Jahr 1922 beschrieb Schultz die Agranulozytose. 1930 habilitierte er sich in Berlin als Privatdozent für Innere Medizin. 1932 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Im Jahr 1937 war er Mitinitiator der Gründung der Deutschen Hämatologischen Gesellschaft in Münster. 1939 war er Vorsitzender des Zweiten Hämatologenkongresses in Bad Pyrmont. Er publizierte zahlreiche hämatologische Abhandlungen. Seinen Namen trägt das Schultz-Charlton-(Auslösch-)Phänomen und das Schultz-Syndrom (Schultz-Angina = Angina agranulocytotica).
Werner Schultz starb im November 1944 im Alter von 66 Jahren im Erwin-Liek-Krankenhaus in Berlin-Reinickendorf an Oberkieferkrebs. Er wurde zunächst auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf beigesetzt. Später kam es zur Umbettung der Urne auf den landeseigenen Friedhof Heerstraße in Berlin (Grablage: 18-A-G).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schultz, Werner |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Internist und Hämatologe |
| GEBURTSDATUM | 3. Juli 1878 |
| GEBURTSORT | Ludwigslust |
| STERBEDATUM | 6. November 1944 |
| STERBEORT | Berlin |