Wessell „Wess“ „Warmdaddy“ Anderson (* 27. November 1964 in Brooklyn) ist ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Altsaxophon, auch Sopransaxophon, Flöte, Piano).
Anderson wuchs in Bedford-Stuyvesant und im Brooklyner Stadtteil Crown Heights auf und lernte zunächst ab dem zwölften Lebensjahr klassisches Klavier. Durch seinen Vater, einen Schlagzeuger, kam er zum Jazz; er trat als Teenager in lokalen Clubs auf und studierte zunächst bei Roland Alexander, dann beim Jazzmobile, wo er Workshops von Frank Wess, Charles Davis und Frank Foster besuchte. Er lernte Branford Marsalis kennen, der ihn überzeugte, bei Alvin Batiste an der Southern University in Louisiana zu studieren.
Ab 1988 war Anderson Mitglied im Wynton-Marsalis-Septett und spielte auch in Marsalis’ Lincoln Center Jazz Orchestra. 1994 veröffentlichte er sein Debütalbum auf Atlantic Records, an dem Eric Reed und Ben Wolfe mitwirkten. 2012 erlitt er einen Schlaganfall, arbeitete dann aber auch mit Leroy Jones, Aya Takazawa und Thomas Pol.
Anderson wirkte von 1987 bis 2017 bei 94 Aufnahmesessions mit. Darüber hinaus lehrte er als außerordentlicher Professor für Jazzstudien und Saxophon an der Juilliard School und an der Michigan State University und Derzeit als Dozent für Jazzsaxophon an der Loyola University New Orleans.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Anderson, Wessel |
| ALTERNATIVNAMEN | Anderson, Wess; Anderson, Warmdaddy; Anderson, Wes |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Jazzmusiker |
| GEBURTSDATUM | 27. November 1964 |
| GEBURTSORT | Brooklyn |