Der Westerlinck-Code (oder „eins, eins, eins“-Code) ist eine symmetrische steganographische Methode. Sein Ergebnis ist ein unauffälliger, plausibler, normal lesbarer Text, der die eigentliche Botschaft versteckt enthält.
Beispiel (Codierung der Chiffre 112 in einem Text):
n → 112 1 → I; 1 → know; 2 → no-thing n → I know nothing.
Die Unauffälligkeit ist optimal, wenn die Abbildung in (1) so gewählt wird, dass die Buchstabenhäufigkeiten normaler Texte der Silbenhäufigkeitsverteilung normaler Texte entsprechen. Ohne Erweiterungen wird damit gleichzeitig sein Schutz gegen Entschlüsselung minimal.
Ohne Erweiterungen ist das Verfahren anfällig gegen Zensoren:
I know nothing → I don't know anything. I don't know → 111 111 → e
Computergestützt sind Verfahren dieser Art geeignet, als Schutzmaßnahme gegen Plagiieren durch Copy&Paste Wasserzeichen in Texte einzubetten.