
Wiard Raveling (* 22. September 1939 in Emden) ist ein deutscher Gymnasiallehrer, Autor, Essayist und Autor von Radiosendungen.
Raveling studierte von 1959 bis 1965 an der Georg-August-Universität in Göttingen. Er war bis zu seiner Pensionierung als Gymnasiallehrer am Gymnasium Westerstede und am Abendgymnasium Oldenburg tätig. Er schreibt auch Hörspiele und Features für verschiedene Radiosender und Essays für Zeitungen und Zeitschriften.
Wiard Raveling ist verheiratet. Das Ehepaar hat drei Kinder.
Zentral in Ravelings Werk ist die Frage, ob und wie Versöhnung mit den Deutschen nach dem Holocaust möglich ist: Im Jahre 1980 schrieb Wiard Raveling einen Brief an den jüdischstämmigen Moral-Philosophen Vladimir Jankélévitch als Reaktion auf dessen Stellungnahme gegen die Verjährung von Kollaborationsverbrechen und Jankélévitchs Haltung zum Vergeben. Daraus entwickelte sich ein Briefwechsel und schließlich ein persönlicher Austausch in Paris bei Jankélévitch. Der Briefwechsel wurde auch von Jacques Derrida verwendet, um das Thema Vergebung zu diskutieren. Der Komponist Fabien Lévy bezieht sich auf den Briefwechsel in seiner Komposition Après tout (2012), die bei den Feierlichkeiten zum fünfzigjährigen Jubiläum des Elysée-Vertrages aufgeführt wurde.
Wiard Raveling, selbst Ostfriese, erlebte als Lehrer am Gymnasium im ammerländischen Westerstede mit, wie der Ostfriesenwitz durch die Schülerzeitung Der Trompeter entstand, und verfasste darüber das häufig referenzierte Werk Die Geschichte der Ostfriesenwitze.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Raveling, Wiard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Gymnasiallehrer, Autor, Essayist und Hörspielautor |
| GEBURTSDATUM | 22. September 1939 |
| GEBURTSORT | Emden |