Wiard Raveling

Wiard Raveling (2018)

Wiard Raveling (* 22. September 1939 in Emden) ist ein deutscher Gymnasiallehrer, Autor, Essayist und Autor von Radiosendungen.

Leben und Wirken

Raveling studierte von 1959 bis 1965 an der Georg-August-Universität in Göttingen. Er war bis zu seiner Pensionierung als Gymnasiallehrer am Gymnasium Westerstede und am Abendgymnasium Oldenburg tätig. Er schreibt auch Hörspiele und Features für verschiedene Radiosender und Essays für Zeitungen und Zeitschriften.

Wiard Raveling ist verheiratet. Das Ehepaar hat drei Kinder.

Zentral in Ravelings Werk ist die Frage, ob und wie Versöhnung mit den Deutschen nach dem Holocaust möglich ist: Im Jahre 1980 schrieb Wiard Raveling einen Brief an den jüdischstämmigen Moral-Philosophen Vladimir Jankélévitch als Reaktion auf dessen Stellungnahme gegen die Verjährung von Kollaborationsverbrechen und Jankélévitchs Haltung zum Vergeben. Daraus entwickelte sich ein Briefwechsel und schließlich ein persönlicher Austausch in Paris bei Jankélévitch. Der Briefwechsel wurde auch von Jacques Derrida verwendet, um das Thema Vergebung zu diskutieren. Der Komponist Fabien Lévy bezieht sich auf den Briefwechsel in seiner Komposition Après tout (2012), die bei den Feierlichkeiten zum fünfzigjährigen Jubiläum des Elysée-Vertrages aufgeführt wurde.

Wiard Raveling, selbst Ostfriese, erlebte als Lehrer am Gymnasium im ammerländischen Westerstede mit, wie der Ostfriesenwitz durch die Schülerzeitung Der Trompeter entstand, und verfasste darüber das häufig referenzierte Werk Die Geschichte der Ostfriesenwitze.

Werke

Veröffentlichungen

Herausgeberschaften

Hörspiele und Radiofeatures von Wiard Raveling

Anmerkungen

  1. ↑ Der Beitrag handelt vom Germanisten Marron Curtis Fort.

Einzelnachweise

  1. ↑ Personeneintrag Raveling, Wiard im Katalog der deutschen Nationalbibliothek. Abgerufen am 11. September 2018.
  2. ↑ Wiard Raveling: Ist Versöhnung möglich? Meine Begegnung mit Vladimir Jankélévitch. Isensee Verlag, Oldenburg 2014, S. 7.
  3. ↑ Wiard Raveling: Ist Versöhnung möglich? Meine Begegnung mit Vladimir Jankélévitch. Isensee Verlag, Oldenburg 2014, S. 22.
  4. ↑ Jankélévitch, Briefe und der Versuch einer Versöhnung. Abgerufen am 15. September 2018.
  5. ↑ Wigura, K. (2016). Declarations of Forgiveness and Remorse in European Politics. The European Legacy, 22(1), 16–30.
  6. ↑ Derrida, Jacques. „To forgive: The unforgivable and the imprescriptible.“ Questioning god 21 (2001): 25-26.
  7. ↑ Après tout, für Vokal- und Instrumentalensemble. Abgerufen am 15. September 2018.
  8. ↑ Deutschlandfunk: Komposition über das Verzeihen. Abgerufen am 15. September 2018.
  9. ↑ Deutschlandfunk: Warum hat der Ostfriese …? Abgerufen am 15. September 2018.
  10. ↑ Text als PDF-Datei. Abgerufen am 9. November 2024.
  11. ↑ Fachportal Pädagogik: Literaturnachweis. Abgerufen am 8. Oktober 2018.
  12. ↑ ARD-Hörspieldatenbank: Eine ganz dunkle Geschichte. Abgerufen am 10. September 2018.
  13. ↑ ARD-Hörspieldatenbank: Schrägstrich eins und zwo. Abgerufen am 10. September 2018.
  14. ↑ Deutschlandfunk Kultur: Die Lange Nacht über Ambrose Bierce. Abgerufen am 5. September 2018.
  15. ↑ ARD-Hörspieldatenbank: Übergetreten. Abgerufen am 7. Oktober 2018.
  16. ↑ ARD-Hörspieldatenbank: Decouvrage. Abgerufen am 7. Oktober 2018.
  17. ↑ ARD-Hörspieldatenbank: Du warst ganz wunderbar. Abgerufen am 7. Oktober 2018.
  18. ↑ ARD-Hörspieldatenbank: Seefieber. Abgerufen am 9. Oktober 2018.
Personendaten
NAME Raveling, Wiard
KURZBESCHREIBUNG deutscher Gymnasiallehrer, Autor, Essayist und Hörspielautor
GEBURTSDATUM 22. September 1939
GEBURTSORT Emden