| Wigandia | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Wigandia | ||||||||||||
| Kun. |
Wigandia ist eine Pflanzengattung innerhalb der Ordnung Raublattartige (Boraginales). Darin werden sie je nach Autor der Familie der Boraginaceae, den Hydrophyllaceae oder den Namaceae zugeordnet. Die Gattung umfasst sechs Arten. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko über Zentralamerika bis ins nordwestliche Südamerika und in die Karibik.
Wigandia-Arten sind mehrjährige, an der Basis auch verholzende Pflanzen, die strauch- oder baumartig wachsen. Sie können 3 bis 4 m Höhe erreichen. Die Sprosse sind meist kräftig und dicht behaart. Charakteristisch sind große, wechselständige und ebenfalls häufig dicht behaarte Blätter. Sie besitzen einen deutlichen Blattstiel und eine große, meist eiförmige bis rundliche, doppelt gekerbte oder gesägte Blattspreite. Die sitzenden oder kurz gestielten Blüten stehen in endständigen, häufig verzweigten Blütenständen (Wickeln). Die fünf Kelchblätter sind meist bis zur Basis geteilt und vergrößern sich bei der Fruchtreife. Die Krone ist röhren-, trichter- oder breit glockenförmig, besitzt fünf Kronzipfel und ist violett bis purpurrot. Es sind fünf Staubblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist oberständig und einkammerig. Die Frucht ist eine längliche bis eiförmige Kapsel, die bei Reife zahlreiche kleine, braune und geflügelte Samen freisetzt.
Bei einigen Arten, speziell bei Wigandia urens, können die Haare (Trichome) auf den Blättern teilweise als Brennhaare ausgebildet sein.


Das natürliche Areal der Gattung Wigandia reicht von Mexiko über Zentralamerika bis nach Venezuela und Peru und umfasst außerdem Teile der Karibik. Zu den Ländern mit natürlichen Vorkommen gehören neben den genannten Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien und Ecuador sowie Kuba, Haiti, die Dominikanische Republik und Trinidad und Tobago. Einige Arten wurden mittlerweile in weiteren Regionen außerhalb ihres natürlichen Areals eingeführt. So gibt es unter anderem Vorkommen in Kalifornien, auf den Kanarischen Inseln, auf Madeira sowie in Teilen Südeuropas.
Die systematische Stellung von Wigandia ist in Diskussion. Ältere Literatur stellte die Gattung in die Familien Boraginaceae oder Hydrophyllaceae. Eine molekulare und morphologische Neubewertung der Boraginales stellte die Gattung zusammen mit Nama, Eriodictyon und Turricula in die neu abgegrenzte Familie Namaceae. Eine umfassendere phylogenomische Untersuchung der Boraginales ergab erneute Verschiebungen der Familiengrenzen samt Vorschlag einer Einteilung in neun Familien und rückt die Namaceae wieder eng an die Hydrophyllaceae.
Plants of the World Online führt Wigandia (wie auch Hydrophyllum) innerhalb einer weit gefassten Familie Boraginaceae und unterscheidet sechs Arten:
Dabei gilt die 1819 von Karl Sigismund Kunth erstbeschriebene Typusart Wigandia caracasana mittlerweile als Synonym von Wigandia urens.