Wikipedia:Richtlinien Chemie

Abkürzung: WP:RL/C, WP:RLC, WP:CK
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Richtlinien für Artikel im Bereich der Chemie

Diese Seite soll eine Hilfestellung für Autoren von Chemie-Artikeln sein, für Entscheidungen, welchen Synonymen, Abkürzungen, Lemmata etc. der Vorzug gegeben werden soll.

Den allgemeinen Aufbau eines Artikels entnehme man den Formatvorlagen für chemische Elemente oder für Chemikalien.

Alle Autoren von Artikeln zur Chemie und verwandter Bereiche sind herzlich eingeladen, die Redaktionsdiskussion mitzuverfolgen und an ihr teilzunehmen!

Für weitere Fragen steht die Redaktion Chemie zur Verfügung.

Relevanzkriterien für Chemie-Artikel

Diskussionshinweis: Bedeutsamkeit von Substanzen
Diskussionshinweis: Kristallwasserhaltige Stoffe
Diskussionshinweis: Löschdiskussion Cobalt-60 (14. Februar 2009)

Namenskonventionen für Chemie-Artikel

Systematischer Name vs. Trivialname

Diskussionshinweis: Vorschlag für eine Regelung bei den Lemmata von chemischen Substanzen (04/2007)
Diskussionshinweis: einheitliches Erscheinungsbild von Chemikalien-Artikeln (07/2007)
Diskussionshinweis: Nennung des IUPAC-Namens in Chemikalien-Artikeln (12/2009)
Diskussionshinweis: Lemma-Vereinheitlichung (1/2016)

Sonderregeln für Peptide und Proteine

Der Lemmaname entspricht der häufigsten Schreibung in dtspr. Büchern. Sind nur wenige Fälle der Verwendung bekannt, oder gibt es keinen klaren Favoriten, soll der englspr. Hauptname in der Proteindatenbank UniProt wörtlich ins Deutsche übertragen werden. Dieser Hauptname entspricht den Nomenklatur-Regeln der IUBMB und der Proteindatenbanken. Die Verwendung von Unicode ist erlaubt. Außerdem gilt abweichend von der Rechtschreibung:

Wann wird die Proteinbox anstatt der Chemobox verwendet? Kurz: bei allen natürlich vorkommenden Proteinen und bei Arzneistoffen, die natürlichen Peptiden und Proteinen entsprechen -- generell aber bei mehr als neun Aminosäuren. Für die Verwendung von 3D-Modellen als Grafik in der Proteinbox siehe WP:WEIS#3D-Modelle von Biopolymeren (Proteinen).

Fachsprache vs. Standardsprache

„Die Glucose (auch Glukose geschrieben) …“
„Cobalt (fachsprachlich; standardsprachlich Kobalt) …“

Beispiele

  • Die Namen der Elemente Silicium, Calcium, Zirconium, Cobalt, Cadmium und Caesium werden mit c anstatt z oder k geschrieben. Damit wird den Empfehlungen der IUPAC entsprochen. Der Artikel selbst wird entsprechend umgeschrieben, abweichende Schreibweisen in der Einleitung erwähnt. Darauf verweisende Links werden gesichtet, ggfs. überarbeitet, zumindest aber durch eine Weiterleitung abgefangen. Bei Chemikalien, die eines dieser Elemente im Namen enthalten, ist entsprechend vorzugehen.
  • Diese Regelungen gelten nicht nur für Elemente, sondern auch für andere Chemikalien (z. B. Glucose) und allgemeine Bezeichnungen (z. B. die Vorsilbe cyclo-) in der Chemie, bei denen die Möglichkeit mehrerer Schreibweisen besteht.
  • „Gemischte“ Schreibweisen (Kalcium, Calzium, Kadmiumcarbonat, Cadmiumkarbonat etc.) entsprechen weder einer eingedeutschten noch einer wissenschaftlichen Schreibweise und sind als inkonsequent abzulehnen.
Diskussionshinweise: Silizium vs. Silicium (09/2006), „Kobalt vs. Cobalt“ oder „Die ewige Diskussion“ (02/2007)
  • Als Abkürzungen werden engl. DNA und RNA statt deutsch DNS und RNS verwendet, während ausgeschrieben Desoxyribonukleinsäure und Ribonukleinsäure verwendet wird.
  • Regel für Silicate/Silikate: Da in der Mineralogie überwiegend die Schreibweise „Silikate“ verwendet wird, soll auch in Wikipedia-Artikeln zu Mineralen oder Mineralogie-Themen diese Schreibweise verwendet werden. In Artikeln mit eindeutig chemischem Bezug (etwa chemische Verbindungen) soll dagegen „Silicate“ verwendet werden.
Diskussionshinweise: Lemmafrage: Silicate vs. Silikate (11/2011) und Silikat vs. Silicat (6/2010, im WikiProjekt Minerale)

Sonderzeichen und Kleinbuchstaben am Wortanfang

Stichwörter, die mit Sonderzeichen, wie etwa griechischen Buchstaben beginnen (bspw. γ-Terpinen) sind unter Lemmata, die auch diese Sonderzeichen enthalten, zu führen. Zusätzlich sind Weiterleitungen einzurichten (hier bspw. gamma-Terpinen), so dass der Artikel auch ohne Eingabe von Sonderzeichen leicht zu finden ist. Zur Eingabe von Sonderzeichen siehe Hilfe:Sonderzeichen.

Für Stichwörter, die mit Kleinbuchstaben beginnen, wird die Vorlage {{DISPLAYTITLE:WUNSCHLEMMA}} am Beginn des Artikels eingesetzt (Beispiel ist hierfür ebenfalls γ-Terpinen).

Benennung von Isomeren

Isomere können entweder in der cis/trans- oder E/Z-Nomenklatur benannt werden. In der Wikipedia sollte, wenn eindeutig, die cis/trans-Nomenklatur verwendet werden. Nur bei höher substituierten Olefinen, bei denen cis/trans nicht eindeutig ist, muss die E/Z-Nomenklatur verwendet werden. Dies steht in Einklang mit den derzeit gültigen Nomenklaturempfehlungen der IUPAC (vgl. D. Hellwinkel: Die systematische Nomenklatur der organischen Chemie, 5. Auflage, Springer, 2005, S. 188, ISBN 3-540-26411-6.)

Diskussionshinweis: E/Z- vs. cis/trans-Nomenklatur (02/2009)

Brechungsindex vs. Brechzahl

In Chemie-Artikeln wird der in der Chemie übliche Ausdruck Brechungsindex verwendet. Dies ist unabhängig von der Verwendung in anderen Bereichen, z. B. den Ingenieurwissenschaften, in denen Brechzahl üblicherweise verwendet wird und vom Artikel Brechungsindex.

Diskussionshinweis: Brechungsindex? Brechzahl? (10/2007)

Schmelz- und Siedepunkt

Den Begriffen Schmelzpunkt (Smp) und Siedepunkt (Sdp) ist der Vorzug zu geben. Festpunkt (Fp oder F., eigentlich Fusionspunkt), und Kochpunkt (Kp) sind veraltete Nebenformen. Genau genommen sollte der Wortteil „-punkt“ durch „-temperatur“ ersetzt werden: Schmelztemperatur (Tm oder θm von engl. melting temperature) und Siedetemperatur (Tb oder θb von engl. boiling temperature) T bezieht sich auf Kelvin-Temperaturen, θ auf Celsius-Temperaturen.

Metallverbindungen mit unterschiedlichen Oxidationsstufen

Kann ein Metall mit einem anderen Element Verbindungen mit unterschiedlichen Oxidationsstufen bilden, werden diese gemäß der Anorganik-Nomenklatur durch Angabe der Oxidationsstufe in römischen Ziffern in Klammern hinter dem Metall, gefolgt von einem Bindestrich und dem anderen kleingeschriebenen Verbindungspartner geschrieben (Beispiel Nickel(II)-oxid, Nickel(III)-oxid). Das Lemma ohne Oxidationszahl wird durch eine BKL belegt, die auf die verschiedenen Stoffe verweist (Beispiel Nickeloxid). Ist nur eine Oxidationsstufe bekannt, entfällt diese Angabe (Beispiel Natriumchlorid).

Ausnahme sind Verbindungen, bei denen eine Oxidationsstufe bei weitem dominiert (alle weiteren sind bsp. sehr instabil oder nur in der Gasphase bekannt). Dann wird die dominierende Spezies ohne Oxidationsstufen-Angabe geschrieben, auf andere kann mit einer BKL Typ 2 oder einem Abschnitt „Weitere Verbindungen“ verwiesen werden (Beispiel Aluminiumoxid).

Diskussionshinweis: Salze, bei denen eine Oxidationsstufe überwiegt (12/2010)
Diskussionshinweis: Uran(VI)-fluorid (7/2013)
Artikelhinweis: Mehrere Oxidationsstufen des elektropositiven Partners (9. Juni 2013)

Einheiten

Es sollen stets die Einheiten des Internationalen Einheitensystems (siehe dazu ISO 31, 100 und DIN 1301) oder gebräuchliche Nicht-SI-Einheiten verwendet werden. Ausnahmen sind Bereiche, in denen diese Einheiten sehr ungebräuchlich sind und stattdessen eine (meist ältere) alternative Einheit verwendet wird. Ein Beispiel ist das Dalton, das in der Biochemie anstatt der atomaren Masseneinheit (u) verwendet wird.

Diskussionshinweis: Dalton vs. u (08/2009)

Typografische Darstellung

Zwischen Zahl und Einheit steht immer ein geschütztes Leerzeichen ( ), um am Zeilenende einen trennenden Zeilenvorschub zwischen Zahl und Einheit zu verhindern.

Einheiten sind nicht kursiv anzugeben und sollen dem Schema g·l−1 entsprechen. Angaben wie g·L−1, g/l oder g/L sind zu vermeiden.

Dichte

Die für die Dichte seit 1954 geltende SI-Einheit lautet kg·m−3. Aus Gründen der Handlichkeit sollten die Vorsätze der Einheit derart gewählt werden, dass sich ein Wert zwischen 0,1 und 1.000 ergibt. Bei Chemikalien bietet sich in den meisten Fällen g·cm−3 an. Dabei ist der Umrechnungsfaktor zu beachten: Zwischen g·cm−3 und kg·m−3 liegt er bei 1.000.

Da die Dichte temperaturabhängig ist, soll zur Dichteangabe der entsprechende Temperaturwert als Klammerausdruck beigefügt werden. Beispiel: 1,234 g·cm−3 (20 °C)

Diese Richtlinien gelten nur für Chemikalien, in anderen Fachgebieten, wie zum Beispiel der Werkstofftechnik, sind andere Konventionen gültig. In Überlappungsbereichen wird je nach Einzelfall entschieden.

Diskussionshinweis: Welche Einheit für die Dichte? (09/2006), Temperaturangabe (02/2010)

Dichteangabe bei Feststoffen

  • Mit der in der Infobox Chemikalie angegebenen Dichte ist stets die Feststoffdichte gemeint.
  • Die Quellenpflicht obliegt dem Autor. Andere Dichtewerte (z. B. Schüttdichte) sind in die Tabelle einzuarbeiten und eindeutig als solche zu kennzeichnen, indem beispielsweise ein Index geschrieben wird: DichteSchütte
Diskussionshinweise: Dichte von Substanzen (09/2006), Schüttdichte (02/2007)

Gefahrstoffkennzeichnung

In den Boxen für Chemikalien und Elemente wird die Gefahrstoffkennzeichnung nach dem Global harmonisierten System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) wiedergegeben. Ausführliche Regelungen dazu finden sich auf der Seite Wikipedia:Richtlinien Chemie/GHS-Kennzeichnung.

Gehaltsgrößen

→ Genaueres über Gehaltsgrößen findet man unter Wikipedia:Richtlinien Chemie/Gehaltsgrößen.

DIN 1310
ISO 31.14
SI
IUPAC

Reaktionsgleichungen

Reaktionsgleichungen sind bevorzugt in TeX zu formatieren. In der Wikipedia ist dies möglich, indem man den zu formatierenden Bereich mit <math>…</math> einrahmt. Ausführliche Anweisungen zur Benutzung von TeX für Reaktionsgleichungen und Formeln gibt es hier, zur Benutzung von TeX allgemein hier.

Einfache Formeln und Reaktionsgleichungen können auch mit Hilfe von <chem>…</chem> geschrieben werden. Mit „einfach“ ist hier gemeint, dass die Formeln oder Gleichungen keine besonderen Formatierungen wie z. B. Kursivschrift benötigen und dass Reaktionspfeile keine aufrechte Beschriftung haben. Statt der Eingabe von <chem>…</chem>in den Quelltext, die hier erläutert wird, können chem-Formeln und -Gleichungen auch mit Hilfe des VisualEditors geschrieben werden, indem die Menüpunkte Einfügen - mehr - chemische Formeln ausgewählt werden, siehe die Hilfe zu chemischen Formeln mit dem VisualEditor.

Ist bei komplizierteren (meist organischen) Reaktionsgleichungen keine Formatierung mit TeX mehr sinnvoll, wird ein nach WP:WEIS gestaltetes Formel-Bild eingefügt. Dieses wird mit [[Datei:Dateiname.svg|rahmenlos|hochkant=3.5|links|Beschreibung]] in den Text eingefügt. Der bei hochkant anzugebende Faktor soll so gewählt werden, dass die in der Buchstabengröße in der Abbildung etwa der im Fließtext entspricht. Die dargestellte Breite soll 700 px nicht übersteigen, feste Angaben von Bildgrößen (als px) sind außerhalb von Boxen und Tabellen aber zu vermeiden (siehe dazu auch Hilfe:Bilder skalieren).

Diskussionshinweis: Breite der Grafiken von Reaktionsschemata (06/2010)

Reaktionen sollten mit ganzen Zahlen ausgeglichen sein, keine Brüche oder Kommazahlen vor einzelnen Molekülen.

Diskussionshinweis: Brüche in Reaktionsgleichungen (03/2015)

Formatierung

→ Detaillierte Angaben zur Formatierung von Reaktionsgleichungen mit Beispielen finden sich unter Wikipedia:Richtlinien Chemie/Reaktionsgleichungen.

Chemische Formeln sind einzurücken. Dadurch heben sie sich vom Fließtext ab und sie stehen auch ohne doppelten Absatz in einer neuen Zeile. Die stöchiometrischen Koeffizienten (die Zahlen, die die Stoffverhältnisse angeben) sind von der jeweiligen Summenformel durch einen einfachen \ zu trennen. Bei Bedarf kann die Reaktionsgleichung ausformuliert werden. Der jeweilige Text wird unter die zugehörige Formel geschrieben. Wenn hilfreich und noch nicht anderweitig verlinkt, können auch Wikilinks verwendet werden.

Die Einrückung soll mit Hilfe der Vorlage:Formel erfolgen.

Abbildungen

Abbildungen in chemischen Artikeln sollen einen erkennbar enzyklopädischen Mehrwert darstellen und dienen der Veranschaulichung des Textes und nicht der beliebigen optischen Ausschmückung (Wikipedia:Artikel illustrieren). Daher sollen Abbildungen farbloser (weißer) Pulver und Flüssigkeiten nach Möglichkeit nicht ohne zusätzliche Begründung (z. B. sichtbare Kristallstruktur) verwendet werden.

Strukturformeln

→ Genauere Angaben und Hinweise zur Erstellung von Strukturformeln finden sich unter Wikipedia:Wie erstelle ich Strukturformeln?.

Anorganische Salze

Diskussionshinweis: Strukturformel nicht vorhanden (10/2006)

Organische Verbindungen

Diskussionshinweis: Strukturformel Koffein (11/2006)
Diskussionshinweis: Darstellung von Racematen in der Infobox (12/2010)

Kalottenmodelle

Diskussionshinweis: Kalottenmodelle in Chemikalienartikeln (07/2007)

Zahlen und Dezimaltrennzeichen

Auch im Bereich der Chemie richte man sich nach Wikipedia:Schreibweise von Zahlen.

Kategorisierung

siehe Wikipedia:Richtlinien Chemie/Kategorisierung

Spezielle Typographie

Die Typographie in Stoffnamen folgt den Empfehlungen der IUPAC. Erläuterungen dazu finden sich auch in den Artikeln Deskriptor (Chemie) und Lokant.

Sonstiges

Weiterleitungen von Summenformeln auf Artikel

Weiterleitungen von Summenformeln sind nur dann anzulegen, wenn eine eindeutige Zuordnung möglich ist. So kann zum Beispiel eine Weiterleitung von NaCl auf Natriumchlorid angelegt werden, nicht jedoch von C6H6 auf Benzol. Begriffsklärungsseiten (BKL) nur für Summenformeln sollen nicht angelegt werden (etwa C2H6O für Ethanol und Dimethylether), jedoch können Summenformeln in bestehenden BKL erwähnt werden (etwa CoO).

Diskussionshinweis: Formeln als Redirects (02/2007)

Versuchsbeschreibungen

Detaillierte Versuchsbeschreibungen sind in der Wikipedia nicht erwünscht (siehe WP:WWNI, Punkt 9). Insbesondere dürfen in Artikeln zu Chemikalien, chemischen Reaktionen oder ähnlichem nicht stehen:

Für diese Dinge ist Wikibooks das geeignete Projekt.

Erlaubt sind:

Diskussionshinweis: Analytische Rezepturen (04/2007)

Verlinkungen in der Infobox

Diskussionshinweis: Summenformeln bei Chemikalienartikeln (04/2007)

Schreibweise von Isotopen

(Das Isotop 235U ist hier als Beispiel gewählt, für alle anderen gilt dies analog)

Für Isotope ist die Schreibweise 235U zu bevorzugen. Dies gilt sowohl in Formeln als auch für Fließtext. Mögliche Alternativschreibweisen, die u. U. verwendet werden können, sind „Uranisotop 235“ oder „Uran-235“. Nicht verwendet werden sollen andere Schreibweisen wie: Uranisotop 235U, U-235, 235-U, 235-Uran, 235Uran, U235, Uran235, Uran 235U oder Uran 235.

In == Überschriften == ist die Schreibweise „235U“ ungeeignet, weil die Zahl viel zu groß dargestellt wird; das wird mit „Uran-235“ vermieden.

Die Angabe der Ordnungszahl ist meistens überflüssig. Falls erforderlich, ist sie bevorzugt mit dem <math>-Tag, siehe TeX, zu erstellen. Sie kann auch mit dem <chem>-Tag dargestellt werden:

<math>{}^{235}_{\ 92} \mathrm {U} </math>  
<chem>^235_92U</chem>  
<chem>^238_92U + ^1_0n -> ^239_92U</chem>  
Diskussionshinweis: Schreibweise der Nukleonenzahl (01/2008)

Isotopenmarkierte Verbindungen werden gem. den IUPAC-Vorgaben (siehe Deuterierte_Verbindung#Schreibweise/Nomenklatur) geschrieben; für deuterierte Verbindungen ist dagegen das Boughton-System zu bevorzugen.

Konstitutionsformeln im Fließtext

Für die Darstellung einer Atombindung im Fließtext, zum Beispiel bei Konstitutionsformeln, wie etwa H2N–CH=CH–COOH, oder Angabe von Resten, wie etwa –CH3, sollte nicht der einfache Bindestrich (-), sondern der Bis-Strich (–) gewählt werden. Dadurch sind Einfach- und Mehrfachbindungen gleichlang und die Formel sticht aus dem umgebenden Fließtext heraus.

Stoffgemische und die Infobox

Wenn bei Stoffgemischen, etwa UVCB-Stoffen, keine exakte Summenformel, Molmasse oder Strukturformel angegeben werden kann, weil es sich nicht um eine Isomerenmischung sondern um ein komplexeres Stoffgemisch handelt, kann statt der Vorlage:Infobox Chemikalie die gekürzte Vorlage:Infobox Gefahrstoffkennzeichnung benutzt werden, bei denen diese Punkte herausgenommen wurden.

Erste-Hilfe-Hinweise

In Artikeln zu Chemikalien sollen keine Anleitungen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen stehen. Diese widersprechen als how-to WP:WWNI.9. Erlaubt und sinnvoll ist es dagegen, in einem Chemikalienartikel mögliche Gegengifte zu nennen, auch eine Erläuterung von Wirkprinzipien des Gegengiftes ist sinnvoll.

Diskussionshinweis: Gesundheitshinweise in Chemikalienartikeln (01/2009)

Assoziative Verweise

Auch in Wikipedia-Chemieartikeln gilt WP:Assoziative Verweise. Zusätzlich gilt chemiespezifisch, dass aufzählende Hinweise auf ähnliche oder verwandte Verbindungen, Stoffgruppen oder Reaktionen unter "Siehe auch" oder "Verwandte Verbindungen" nicht erwünscht sind. Stattdessen sollen diese mit entsprechender Erklärung im Fließtext erwähnt werden. Wenn möglich, können auch Navigationsleisten (etwa für die Navigation innerhalb abgeschlossener Stoffgruppen) verwendet werden.

Diskussionshinweis: "Siehe auch" in Chemieartikeln (08/2024)

Geschmack von Chemikalien

In den Kurzbeschreibungen von Chemikalienartikeln sollte der Geschmack eines Stoffes nicht erwähnt werden, es sei denn, der Stoff ist bzw. wurde als Lebensmittelzusatzstoff genutzt oder ist ein natürlicher Bestandteil von Lebensmitteln. Im Artikeltext sind jegliche Angaben zum Geschmack jedoch zulässig.

Diese Richtlinie wurde mit einer Umfrage beschlossen. Siehe Wikipedia:Redaktion Chemie#Geschmack von Chemikalien - Umfrage.