Wiktor Wiktorowitsch Morgenstern (russisch Виктор Викторович Моргенштерн; * 18. Februarjul. / 3. März 1907greg. im Russischen Kaiserreich; † 1988 in der Sowjetunion) war ein sowjetischer Filmregisseur, der vor allem durch seine Dokumentar-, Lehr- und wissenschaftlichen Filme sowie für einen frühen Science-Fiction-Film bekannt wurde.
Morgenstern schloss 1928 sein Studium an der literarisch-künstlerischen Fakultät der Staatlichen Universität Moskau ab. Bereits ab 1924 war er in der Filmbranche aktiv. Seine Karriere begann er als Regieassistent bei den staatlichen Studios Goskino, Sowkino und Mejrabpomfilm. Ab 1930 arbeitete er als eigenständiger Regisseur.
Der Schwerpunkt seines Schaffens lag im Bereich des populärwissenschaftlichen und dokumentarischen Films. Ab 1941 war er Regisseur beim Studio Mostechfilm (später umbenannt in Mosnauchfilm und Zentrnauchfilm). Er führte unter anderem Regie bei zahlreichen Ausgaben des renommierten sowjetischen Kinomagazins Nauka i technika („Wissenschaft und Technik“). Zudem inszenierte er filmische Biografien über bedeutende Persönlichkeiten der russischen Kulturgeschichte wie Wladimir Majakowski und Konstantin Stanislawski.
Internationale Beachtung, insbesondere unter Cineasten und Science-Fiction-Enthusiasten, erlangte er 1959 durch den Spielfilm Ich war ein Satellit der Sonne (Ja byl sputnikom Solnza). Der Film mischte wissenschaftliche Fakten mit fiktionalen Elementen der Weltraumforschung und erschien in der Hochphase des sogenannten „Sputnik-Schocks“, zwei Jahre vor dem ersten bemannten Raumflug durch Juri Gagarin.
Morgenstern verstarb im Jahr 1988.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Morgenstern, Wiktor Wiktorowitsch |
| KURZBESCHREIBUNG | sowjetischer Filmregisseur |
| GEBURTSDATUM | 3. März 1907 |
| GEBURTSORT | Russischen Kaiserreich |
| STERBEDATUM | 1988 |
| STERBEORT | Sowjetunion |