Wilhelm Heffening

Wilhelm (Willi) Heffening (* 2. Juni 1894 in Düsseldorf; † 3. März 1944 in Bonn) war ein deutscher Islamwissenschaftler, Bibliothekar und Hochschullehrer.

Wirken

Das Grab von Wilhelm Heffening und seiner Ehefrau Thekla (geb. Justus) auf dem Südfriedhof (Bonn)

Wilhelm Heffening studierte nach seiner Reifeprüfung am Hohenzollern-Gymnasium Düsseldorf im Jahre 1912 seit dem Sommersemester 1912 Islamkunde, Semistische Philologie und Geschichte an den Universitäten in Freiburg/Br., Berlin (ab. 1913/14), Bonn (ab 1915) und (ab dem Sommersemester 1919) in Frankfurt/M. und promovierte 1921 an der Universität Frankfurt/M.

Von 1916 bis Anfang 1919 war er im Militärdienst und arbeitete als Dolmetscher in der Türkei. 1921 trat er in den wissenschaftlichen Bibliotheksdienst an der Universitätsbibliothek Bonn ein und legte 1922 die Fachprüfung hierfür ab. Bis zu seinem frühen Tod war Heffening an dieser Bibliothek tätig und bearbeitete hier u. a. die islamischen Handschriften.

Nach seiner Habilitation 1926 an der Universität Bonn wirkte er außerdem zunächst als Privatdozent bzw. außerordentlicher (1936), seit 1939 außerplanmäßiger Professor für Islamkunde und Semitische Philologie. Neben seinen zahlreichen Veröffentlichungen wurde Heffening von 1925 bis 1938 als Mitherausgeber, Redakteur und Autor an der Enzyklopädie des Islam bekannt.

Wilhelm Heffening starb am 3. März 1944 im Alter von 49 Jahren in Bonn und fand seine letzte Ruhestätte auf dem dortigen Südfriedhof, wo sein Grab erhalten ist.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Alexandra Habermann, Rainer Klemmt, Frauke Siefkes: Lexikon deutscher wissenschaftlicher Bibliothekare 1925–1980. Klostermann, Frankfurt 1985, ISBN 3-465-01664-5, S. 117.