Wilhelm Janke

Wilhelm Janke (* 15. Februar 1933 in Ortshausen; † 8. Januar 2011 in Berlin) war ein deutscher Psychologe und Hochschulprofessor. Seine Arbeitsgebiete waren Biopsychologie, Emotionspsychologie und Klinische Psychologie.

Leben

Wilhelm Janke hat zwischen 1952 und 1957 am Institut für Psychologie der Universität Marburg bei Heinrich Düker studiert, schloss das Studium als Diplom-Psychologe ab und arbeitete dort nach seiner dort erfolgten Promotion zum Dr. phil. im Jahr 1961 als Wissenschaftlicher Assistent. Unter der Betreuung von Gustav A. Lienert entstand in Marburg seine Dissertation über Experimentelle Untersuchungen zur Abhängigkeit der Wirkung psychotroper Substanzen von Persönlichkeitsmerkmalen. 1963 wechselte er auf Anregung Karl-Hermann Wewetzers an die Universität Gießen, wo er sich 1967 habilitierte, im selben Jahr seine Lehrtätigkeit begann und 1969 eine Professur als Nachfolger von Adolf Otto Jäger übernahm. 1971 bis 1982 war er ordentlicher Professor für Psychologie an Universität Düsseldorf und von 1982 folgend bis zu seiner Emeritierung 2001 an der Universität Würzburg. In Würzburg richtete er auch ein Labor für Tierversuche ein, dazu ließ er sich an der Colgate University und der Universität Düsseldorf ausbilden. Danach war er bis zuletzt als Lehrbeauftragter in der Abteilung von Gisela Erdmann für „Biopsychologie und Neuropsychologie“ an der Technischen Universität Berlin aktiv in Forschung und Lehre (z. B. „Geschichte der Pharmakopsychologie“) tätig. Er starb kurz vor Vollendung seines 78. Lebensjahres an einem Herzinfarkt.

Werk

Wilhelm Janke baute die Pharmakopsychologie in der Nachfolge der Arbeiten von Heinrich Düker und Emil Kraepelin systematisch aus. Er gilt im deutschsprachigen Raum als der prominenteste international wahrgenommene Vertreter der Pharmakopsychologie. In der Emotionspsychologie arbeitete er an Themen wie Stress, Angst, Ärger und auch an Emotionen positiver Valenz. Dabei entwickelte er eine Reihe von standardisierten Verfahren, wie die Eigenschaftswörterliste (EWL) zur Erfassung des psychischen Befindens und den Stressverarbeitungsfragebogen (SVF) zur Erfassung der Emotions-/Stressregulation.

Er trug wesentlich zur Entwicklung und Etablierung der Biologischen Psychologie in Deutschland und ihrer interdisziplinären Verankerung bei. Gelungen ist ihm das durch die Einrichtung eines experimentell-naturwissenschaftlichen Diplomstudiengangs in Düsseldorf. Auch in Würzburg hat er gemeinsam mit Otto Heller eine experimentell-naturwissenschaftliche Ausrichtung des Faches Psychologie durchgesetzt.

Mitgliedschaften und Ehrungen

Publikationen (Auswahl)

Monografien
Herausgeberwerke

Literatur

Personendaten
NAME Janke, Wilhelm
KURZBESCHREIBUNG deutscher Psychologe und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 8. Januar 1933
GEBURTSORT Ortshausen
STERBEDATUM 8. Januar 2011
STERBEORT Berlin