Wilhelm Martin H. Becker (* 13. Dezember 1874 in Gernsheim; † 1957) war ein deutscher Lehrer und Historiker.
Wilhelm Martin Becker war der Sohn des Fabrikleiters Gustav Becker und dessen Ehefrau Pauline geborene Schäfer. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er Geschichte, deutsche und klassische Philologie sowie Geographie an den Universitäten München und Gießen. Er wurde Mitglied der Philologischen-Historischen Verbindung Gießen im Naumburger Kartellverband. 1899 promovierte er zum Dr. phil. und legte die Staatsprüfung ab. Im Anschluss war er im höheren Lehramt in Mainz, Darmstadt und Laubach tätig. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Arbeit wurde er zeitweise beurlaubt. Im Jahre 1904 wurde er zum Oberlehrer in Mainz ernannt. Ein Jahr später wechselte er nach Darmstadt an die heutige Georg-Büchner-Schule, zugleich wurde er Hilfsarbeiter am dortigen Hessischen Staatsarchiv. 1913 wurde ihm der Professoren-Titel verliehen. 1917/18 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. 1931 trat er als Studienrat in den Ruhestand und lebte in Darmstadt, Büchnerstraße 15.
Er war Mitglied des Denkmalrats für Hessen und trat zum 1. Mai 1933 der NSDAP (Mitgliedsnummer 1.888.679) bei.
Wilhelm Martin Becker war seit 1908 verheiratet mit der Schriftstellerin Käthe Sturmfels. Aus der Ehe gingen ein Sohn und eine Tochter hervor.
Der wissenschaftliche Nachlass von Wilhelm Martin Becker wird im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt verwahrt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Becker, Wilhelm Martin |
| ALTERNATIVNAMEN | Becker, Wilhelm Martin H. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Lehrer und Historiker |
| GEBURTSDATUM | 13. Dezember 1874 |
| GEBURTSORT | Gernsheim |
| STERBEDATUM | 1957 |