Wilhelm Rasmus

Wilhelm Rasmus (* 12. Dezember 1847 in Zwischenahn; † 25. Januar 1901 in Thorn) war ein preußischer Generalmajor.

Leben

Rasmus trat am 12. April 1865 als Fahnenjunker in das Oldenburgische Infanterie-Regiment ein. Während des Deutschen Krieges nahm er im Mainfeldzug 1866 am Gefecht bei Werbach teil. Nachdem man ihn am 1. April 1867 zum Leutnant ernannt hatte, wurde Rasmus durch die Militärkonvention zwischen Preußen und Oldenburg vom 15. Juli 1867 mit seinem Regiment in die Preußische Armee übernommen.

Mit der Mobilmachung anlässlich des Krieges gegen Frankreich war Rasmus bis Mitte Dezember 1870 als Adjutant des Ersatz-Bataillons tätig und kam anschließend zur 6. Kompanie ins Feld. Für sein Wirken erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse und das Ehrenritterkreuz 2. Klasse des Oldenburgischen Haus- und Verdienstordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig mit Schwertern.

Nach dem Friedensschluss war Rasmus von Juni 1871 bis August 1874 als Adjutant des I. Bataillons im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 91 kommandiert und rückte zwischenzeitlich Ende Dezember 1872 zum Premierleutnant auf. Ab Oktober 1874 absolvierte er zur weiteren Ausbildung bis Mitte 1877 die Kriegsakademie in Berlin. Ab dem 1. Mai 1878 war Rasmus auf ein Jahr zur Dienstleistung beim Großen Generalstab kommandiert. Nach seiner Rückkehr in den Truppendienst stieg er Mitte September 1880 zum überzähligen Hauptmann auf und wurde Anfang April des Folgejahres zum Kompaniechef ernannt. Als aggregierter Offizier erfolgte am 23. Januar 1883 mit der Versetzung zum Generalstab der Armee seine Überweisung zur Dienstleistung beim Großen Generalstab. Mitte April 1883 wurde er unter Belassung in diesem Kommando in den Generalstab der Armee einrangiert. Ende April 1885 kam er zum Generalstab der 16. Division und Mitte Oktober 1886 wieder zum Großen Generalstab. Dort avancierte er Ende März 1887 zum Major und Mitte Juni 1892 zum Oberstleutnant. Am 27. Januar 1893 zum Generalstab des Gouvernements nach Straßburg versetzt, erfolgte Ende März seine Ernennung zum Chef des Stabes. Daran schloss sich ab dem 24. Februar 1894 eine Verwendung als Chef der 5. Abteilung im Großen Generalstab sowie am 13. Mai 1895 seine Beförderung zu Oberst an. Vom 22. März 1897 bis zum 24. November 1898 war Rasmus Kommandeur des Infanterie-Regiments „von Manstein“ (Schleswigsches) Nr. 84. Anschließend wurde er unter Beförderung zum Generalmajor als Kommandeur der 70. Infanterie-Brigade nach Thorn versetzt. In dieser Stellung erhielt Rasmus anlässlich des Ordensfestes im Januar 1900 den Roter Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub. Am 25. Januar 1903 ist er in Ausübung seines Dienstes verstorben.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Eduard von Finckh: Geschichte des Oldenburgischen Infanterie-Regiments Nr. 91, vormals Großherzoglich Oldenburgischen Infanterie-Regiments von seiner Entstehung bis zur Gegenwart (1813–1880). Mittler & Sohn, Berlin 1881, S. 422.
  2. ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 8 vom 24. Januar 1900, S. 152.