Wilhelm Rohnert

Siegmund Wilhelm Rohnert (* 1. August 1837 in Oberlistingen; † 30. März 1908 in Breslau) war ein lutherischer Theologe und Pastor.

Leben

Wilhelm Rohnert wurde als Sohn des Kantors Christoph Rohnert geboren. Er besuchte das Gymnasium in Hersfeld. 1858 begann er sein Studium der Theologie in Marburg und schloss sich dem Wingolf an. Hier beeindruckte ihn vor allem August Vilmar. Außerdem hörte er bei Georg Weißenborn und Ernst Ranke. Nach seinem 1. Examen war Rohnert von 1861 bis 1866 Rektor der Stadtschule in Rodenberg/Deister und wurde in dieser Zeit 1863 zum Predigtamt ordiniert. Anschließend war er bis 1885 Pastor der Zionsgemeinde in Steinbach-Hallenberg, mit der er 1874 aus der Landeskirche austrat und sich dem Oberkirchencollegium (OKC) der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen unterstellte. 1885 wurde er auf die Stelle des Pastors der altlutherischen Gemeinde in Waldenburg berufen, wo er 1907 in den Ruhestand versetzt wurde.

Rohnert wurde als Mitglied des Bibelbundes dafür bekannt, ein vehementer Vertreter der Lehre von der Irrtumslosigkeit der Bibel zu sein. Er war der Überzeugung, dass diese Lehre von Luther und den lutherischen Bekenntnisschriften vertreten wurde. Besonders heftig setzte er sich mit den Vertretern der Positiven Theologie auseinander, die zwar die Inspiration der Heiligen Schrift aber nicht ihre Unfehlbarkeit vertraten, so z. B. mit Luthardt, Frank, Zahn, Zöckler, von Hofmann und Cremer.

Werke (Auswahl)

Literatur