Wilhelm Splieth

Wilhelm Splieth

Wilhelm Andreas Hermann Splieth (* 10. Oktober 1862 in Itzehoe; † 10. Februar 1901 in Meran) war ein deutscher Prähistoriker.

Leben

Wilhelm Splieth besuchte die Schule in Itzehoe und ab 1880 das Lehrerseminar in Tondern. Anschließend arbeitete er als Lehrer in Kiel an einer Volksschule und später an der höheren Mädchenschule. Sein besonderes Interesse galt der Vor- und Frühgeschichte. Durch einen eigenen Fund erlangte er Kontakt mit Johanna Mestorf, der Direktorin des Museums Vaterländischer Altertümer der Universität Kiel. Splieth bildete sich auf diesem Gebiet weiter und konnte erste eigene Veröffentlichungen publizieren.

Wilhelm Splieth bei einer Ausgrabung in Maasbüllfeld im Jahr 1895.

1892 erlangte Splieth die Stelle des Museumskustos am Museum vaterländischer Alterthümer der Universität Kiel. Parallel dazu betrieb er seine akademische Fortbildung weiter, insbesondere auf naturwissenschaftlichem Gebiet, und wurde 1896 promoviert. In seiner Funktion als Kustos sicherte Splieth Altertumsdenkmäler in ganz Schleswig-Holstein und nahm eigene Ausgrabungen vor. Sein besonderes Interesse galt dem Danewerk, das er vor weiterer Zerstörung schützen konnte.

Im Jahr 1954 wurde im Hamburger Stadtteil Sülldorf der Spliethweg nach ihm benannt.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Anmerkungen

  1. ↑ Horst Beckershaus: Die Hamburger Straßennamen. Verlag Die Hanse, Hamburg, ISBN 978-3-86393-009-7, S. ?.
Personendaten
NAME Splieth, Wilhelm
ALTERNATIVNAMEN Splieth, Wilhelm Andreas Hermann (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Prähistoriker
GEBURTSDATUM 10. Oktober 1862
GEBURTSORT Itzehoe
STERBEDATUM 10. Februar 1901
STERBEORT Meran