Wilhelm Zentner

Wilhelm Zentner (* 21. Januar 1893 in Pforzheim; † 7. März 1982 in München) war ein deutscher Schriftsteller, Dozent und Theater- und Musikkritiker.

Leben

Der Sohn des Direktors der Badischen Münzanstalt besuchte von 1903 bis 1911 das humanistische Gymnasium in Karlsruhe. In Heidelberg studierte er anschließend Germanistik und in München Musik- und Theaterwissenschaften. Während des Ersten Weltkrieges unterbrach er das Studium, um als Kriegsfreiwilliger im Deutschen Heer zu dienen. Er schloss sein Studium 1920 mit einer Promotion zur Dramaturgie Eduard von Bauernfelds ab. Als Offizier diente er im Zweiten Weltkrieg und geriet in amerikanische Gefangenschaft.

Werk

Mit der Herausgabe der Briefe Johann Peter Hebels an Gustave Fecht begann seine intensive Beschäftigung mit dem Nachlass Hebels. 1923 veröffentlichte er eine dreibändige Hebel-Ausgabe. 1928 wurden die beiden Dramen „Das Schild des Archilochos“ und „Die Stunde ruft“ im Badischen Staatstheater Karlsruhe uraufgeführt. Seit 1938 war er Programmredakteur der Münchner Philharmoniker. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Pressechef der Münchner Philharmoniker. Viele Jahre lehrte er als Dozent für Operngeschichte und Theaterwissenschaft an der Hochschule für Musik in München. Er wurde zum Lektor für die Sparte Musik an der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ernannt.

Ehrungen

1955 erhielt er den Johann-Peter-Hebel-Preis und 1958 das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. 1961 wurde ihm der Titel Professor zuerkannt. 1963 erhielt er den Goldenen Ehrenring der Münchner Philharmoniker.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Zentner, Wilhelm
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller, Dozent und Theater- und Musikkritiker
GEBURTSDATUM 21. Januar 1893
GEBURTSORT Pforzheim
STERBEDATUM 7. März 1982
STERBEORT München