Wilhelm von Rintelen

Friedrich Wilhelm Rintelen, ab 1913 von Rintelen (* 29. Mai 1855 in Dortmund; † 5. Januar 1938 in Potsdam), war ein preußischer Generalleutnant.

Herkunft

Rintelen entstammte einem Herforder Ratsgeschlecht. Der Vater war der Jurist und Abgeordnete Viktor Rintelen. Er heiratete am 21. September 1886 in Berlin Hedwig Russell (* 5. März 1865 in Papenburg; † 9. Januar 1953 in Deidesheim), die Tochter des Bankiers Emil Russell, königlich rumänischer Generalkonsul, Syndikus und Bürgermeister, und der Angelina Beckering. Seine sechs Kinder waren der Direktor der Deutschen Bank Dr. jur. Viktor von Rintelen (1887–1954), Leutnant der Reserve Kurt von Rintelen (gefallen 30. November 1914), General der Infanterie Enno von Rintelen (1891–1971), Angelina (Ina) von Rintelen (1893–1983), die den preußischen Generaloberstabsarzt Conrad Pochhammer heiratete, der deutsche Botschafter Emil von Rintelen (1897–1981) und Fritz-Joachim von Rintelen (1898–1979), Professor der Philosophie, Psychologie und Pädagogik an der Universität Mainz.

Leben

Rintelen schlug eine Offizierslaufbahn in der Preußischen Armee ein. Er kam am 1. Mai 1874 in das Füselier-Regiment Nr. 39. Dort wurde er am 12. Oktober 1875 Sekonde-Lieutenant und war vom 12. Juli 1884 bis 29. September 1888 Regimentsadjutant. Am 12. November 1885 wurde er Premier-Lieutenant und am 29. September 1888 als Adjutant zum 28. Infanterie-Brigade-Kommandanten versetzt. Am 21. September 1889 wurde er unter Belassung dieses Kommandos mit Patent vom 12. November 1884 zum 3. Posener Infanterie-Regiment Nr. 58 a la suite versetzt. Dort wurde er am 14. Juni 1890 Hauptmann und am 18. November 1890 als Kompaniechef in das Grenadier-Regiment König Friedrich Wilhelm IV. (1. Pommersches Nr. 2) versetzt. Er war vom 17. November 1906 bis 26. Januar 1909 das 4. Lothringische Infanterie-Regiment Nr. 136 in Straßburg kommandierte. Anschließend war er Kommandant der Festung Küstrin und erhielt in dieser Stellung am 10. September 1910 den Charakter als Generalmajor. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde Rintelen am 18. April 1913 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt.

Grabstätte auf dem Bornstedter Friedhof

Am 16. Juni 1913 erhob ihn Wilhelm II. in Berlin mit Diplom vom 27. Mai 1914 in den erblichen preußischen Adelsstand.

Während des Ersten Weltkriegs wurde Rintelen wiederverwendet, fungierte als Kommandeur der Grenzschutztruppen beim II. Armee-Korps und erhielt noch den Charakter als Generalleutnant.

Er war Verfasser familiengeschichtlicher Schriften und Biograph seines Vaters Viktor Rintelen.

Wilhelm von Rintelen erhielt seine letzte Ruhestätte auf dem Bornstedter Friedhof in Potsdam.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 1923, S. 517 f.
  2. ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 51/52 vom 19. April 1913. S. 1172.
  3. ↑ A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873-1918. Görlitz 1939, S. 206.
  4. ↑ Deutscher Offizier-Bund (Hrsg.): Ehren-Rangliste des ehemaligen Deutschen Heeres. E.S. Mittler & Sohn. Berlin 1926. S. 697.
Personendaten
NAME Rintelen, Wilhelm von
ALTERNATIVNAMEN Rintelen, Wilhelm
KURZBESCHREIBUNG preußischer Generalleutnant
GEBURTSDATUM 29. Mai 1855
GEBURTSORT Dortmund
STERBEDATUM 5. Januar 1938
STERBEORT Potsdam