
Der Wilhelmsteg in Leipzig war ein bis etwa zum Jahr 2000 genutzter Fußgängerüberweg über die Parthe, der von Gohlis ins Rosental führte. Seine Reste stehen unter Denkmalschutz.
Der Wilhelmsteg ist eine gesperrte kleine Stahl-Fachwerkbrücke mit einem schmiedeeisernen Geländer, bei welcher der Bodenbelag entfernt wurde. Die Brückenkonstruktion trägt an ihrer Nordseite Versorgungsleitungen, derentwegen die Brücke bisher nicht abgerissen wurde.
Um 1900 wurde eine Fußgängerbrücke über die Parthe errichtet, die einen von der Wilhelmstraße (seit 1947 Prellerstraße) abzweigenden Fußweg mit einem solchen im Rosental verband. Am 4. Dezember 1901 wurde sie offiziell als Wilhelmsteg benannt und auch bei der Umbenennung der Wilhelmstraße 1947 nicht umbenannt.
Ende der 1990er Jahre dehnte mit dem Bau der Menschenaffenanlage Pongoland der Leipziger Zoo sein Gebiet nach Norden aus und bezog den Teil des Rosentals mit ein, zu dem der Wilhelmsteg führte, sodass dieser seine Funktion verlor. Im Jahr 2000 wurde er dauerhaft gesperrt. Als Ersatz entstand 100 Meter nordwestlich davon 2001 an der Turmgutstraße ein Provisorium, das 2018/2019 durch eine dauerhafte Brücke abgelöst wurde, die 2024 offiziell als Turmgutsteg benannt wurde, obwohl die Turmgutstraße 2023 in Boris-Romantschenko-Straße umbenannt worden war.
Koordinaten: 51° 21′ 16″ N, 12° 21′ 53″ O