Theodor Friedrich Wilhelm „Willi“ Kahl (* 18. Juli 1893 in Zabern (Elsass); † 3. Oktober 1962 in Köln) war ein deutscher Musikwissenschaftler.
Willi Kahl studierte ab 1911 Musikwissenschaft, klassische Philologie und Germanistik in Freiburg im Breisgau, München und Bonn. Einer seiner Lehrer war Ludwig Schiedermair. Daneben absolvierte er Ausbildungen in Musiktheorie und Klavier. 1914 bis 1919 diente er in der Armee und nahm am Ersten Weltkrieg teil. 1919 promovierte er bei Schiedermair in Bonn mit der Arbeit Das lyrische Klavierstück zu Beginn des 19. Jahrhunderts und seine Vorgeschichte im 17./18. Jahrhundert. Anschließend war er als Musikkritiker der Kölnischen Zeitung tätig. 1923 habilitierte er sich mit Studien zur Geschichte der Klaviermusik des 18. Jahrhunderts und trat im selben Jahr in den Bibliotheksdienst. 1928 wurde er Bibliotheksrat an der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln und erhielt gleichzeitig eine außerplanmäßige Professur an der Universität zu Köln. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.133.939). 1958 trat er in den Ruhestand.
Die Schwerpunkte seines wissenschaftlichen Schaffens bilden die Geschichte der Klaviermusik, die Schubert-Forschung sowie die Musikgeschichte des Rheinlandes und die Musikbibliographie.
Kahl war seit 1923 mit Katharina Maria Elisabeth Poppelreuter verheiratet. Er verstarb im Alter von 69 Jahren in einem Kölner Krankenhaus.
| Personendaten | |
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| NAME | Kahl, Willi |
| ALTERNATIVNAMEN | Kahl, Theodor Friedrich Wilhelm (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Musikwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 18. Juli 1893 |
| GEBURTSORT | Zabern (Elsass) |
| STERBEDATUM | 3. Oktober 1962 |
| STERBEORT | Köln |