Willy Schottroff (* 25. Januar 1931 in Frankfurt am Main; † 2. Mai 1997 in Kassel) war ein deutscher evangelischer Theologe (Alttestamentler) und Hochschullehrer.
Willy Schottroff studierte von 1951 bis 1953 in Bethel Evangelische Theologie. Er setzte dieses Studium von 1953 bis 1958 in Tübingen fort und beschäftigte sich dort auch mit Archäologie, Philologie und Kulturgeschichte. Im April 1958 bestand er sein erstes theologisches Examen. Auf einen Auslandsaufenthalt in Paris 1958/59 folgte 1960 das Vikariat in Brüssel. 1961 wurde er in Mainz aufgrund einer von Friedrich Horst betreuten Dissertation promoviert und heiratete dort am 21. Juli 1961 Luise Klein aus Berlin, die selbst als Luise Schottroff als profilierte Theologin bekannt wurde. Von Ende Juli dieses Jahres bis zum Herbst 1962 war er zum Weiterstudium in Jerusalem, wo zur Archäologie und Semitistik noch semitische Epigraphik und Ägyptologie hinzutraten. Anschließend wurde er Assistent an der Universität Mainz, wo er sich 1964 habilitierte und als Privatdozent wirkte.
Schottroff wurde im August 1971 von der Universität Mainz zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Noch im selben Jahr erhielt er einen Ruf an die Universität Frankfurt am Main, wo er bis zu seiner Emeritierung 1996 als Professor für Altes Testament lehrte.
Schottroff begann noch zusammen mit Paul Mendes-Flohr eine Ausgabe des Gesamtwerkes Martin Bubers vorzubereiten, musste dieses Projekt jedoch wegen einer schweren Erkrankung an Peter Schäfer abgeben.
Schwerpunkte seiner Forschungen waren biblische Topographie, alttestamentliche Rechtsfragen, Befreiungstheologie und die sozialgeschichtliche Auslegung biblischer Texte – bis hin zum christlich-jüdischen Dialog.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schottroff, Willy |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher evangelischer Theologe (Alttestamentler) und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 25. Januar 1931 |
| GEBURTSORT | Frankfurt am Main |
| STERBEDATUM | 2. Mai 1997 |
| STERBEORT | Kassel |