Wiltraud Jasper

Wiltraud Jasper (* 1915 in Bochum; † 1996), mit Ehenamen Walter-Jasper, war eine deutsche Graphikerin und Illustratorin, die hauptsächlich durch ihre Holzschnitte und Buchillustrationen bekannt wurde. Der Vorname wird öfter fälschlich als Wiltraut oder Wiltrud geschrieben.

Leben und Werk

Wiltraud Jasper legte ihr Abitur in Essen ab und studierte von 1937 bis 1940 an der Folkwangschule in Essen und 1940 bis 1943 bei Walter Tiemann und Alfred Finsterer an der Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Seither arbeitete sie als freie Graphikerin, seit 1946 in Stuttgart und seit 1960 in Nürnberg-Altenfurt, spätestens ab 1983 wieder in Stuttgart.

1947 war sie in Leipzig auf der Ausstellung Buch – Schrift – Werbekunst. Schau des graphischen Schaffens seit 1945 vertreten.

Werke

Jasper ist vor allem durch ihre Holzschnitte bekannt geworden. Ihr Tätigkeitsfeld umfasst: Buchausstattung, Buchillustrationen, Schutzumschläge, Einbanddeckel, Glückwunschkarten, Exlibris, Zeitschriftenumschläge, Kalenderblätter, Stoffdrucke, Gestaltung landwirtschaftlicher Lehrwanderschauen und Industrieprospekte.

Zu Beginn ihrer Laufbahn wurde sie von Eberhard Hölscher (1890–1969) gefördert. Hölscher war 1948–1965 Präsident des Bundes Deutscher Gebrauchsgraphiker (BDG) und bis zu seinem Tod Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift Gebrauchsgraphik. Er widmete der „kaum erst flügge gewordenen“ Künstlerin (und einer anderen Graphikerin) noch im Krieg 1942 einen Artikel in der Gebrauchsgraphik. Zehn Jahre später würdigte er sie erneut in einem Artikel und schrieb: „Sie hat, ohne viel Wesens von sich zu machen, in aller Stille zäh und unablässig weitergearbeitet und ist heute eine jener ganz wenigen deutschen Künstlerinnen, die mittels des Holzschnittes etwas wirklich Persönliches auszusagen haben.“ Für eine junge Künstlerin am Anfang ihrer Karriere stellte die Fachzeitschrift für Gebrauchsgraphik ein wichtiges Werbemedium dar.

Buchillustrationen

Hinweis: Die Buchtitel sind nach dem Erscheinungsjahr geordnet.

Zeitschriftenillustrationen

Mitgliedschaften

Auszeichnungen

Werke in öffentlichen Sammlungen

Literatur

Leben und Werk

Archive

Commons: Wiltraud Jasper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Galerie Bauer: Exlibris. 10.000 Exlibris mit 1.540 Abbildungen. Gelegenheitsgraphik, Exlibrisliteratur, Druckstöcke, Hannover 1983, S. 499.
  2. 1 2 3 Eberhard Hölscher: Holzschnitte von Wiltraud Jasper, Lydia Sasulin. In: Gebrauchsgraphik. Monatszeitschrift für visuelle Communication und künstlerische Werbung 19.1942, Heft 10, Seite 25.
  3. ↑ Elke Schutt-Kehm: Exlibris-Katalog des Gutenberg-Museums. 2. Teil. Angaben zu 35000 Exlibris von über 7000 Künstlern mit Verweisen auf den 1. Teil. A - K : (13478 - 30605), Wiesbaden 1998, Abbildung Exlibris Wilhelm Surholt: Seite 538, Exlibris-Liste: Seite 540.
  4. 1 2 Eberhard Hölscher: Wiltraud Jasper. In: Gebrauchsgraphik. Monatszeitschrift für visuelle Communication und künstlerische Werbung 23.1952, Heft 3, Seite 48–55.
  5. ↑ Thomas Theodor Heine: Die Wahrheit ist oft unwahrscheinlich, Göttingen 2004, Kurzbio von Eberhard Hölscher: Seite 287–288 (Online in der Google-Buchsuche)
  6. ↑ Hans A. Halbey: Der werbende Umschlag. Ergebnisse eines Wettbewerbs. In: Gebrauchsgraphik. Monatszeitschrift für visuelle Communication und künstlerische Werbung 30.1959, Heft 8, Seite 10–19.
Personendaten
NAME Jasper, Wiltraud
ALTERNATIVNAMEN Walter-Jasper, Wiltraud
KURZBESCHREIBUNG deutsche Grafikerin
GEBURTSDATUM 1915
GEBURTSORT Bochum
STERBEDATUM 1996