Der Winddruck, auch die Windkraft, ist im Bauwesen ein rechnerischer Druck, der bei der Berechnung von Windlasten auf einen Gegenstand z. B. ein Gebäude verwendet wird. Er ergibt sich aus dem Staudruck multipliziert mit aerodynamischen Druckbeiwerten. Die Kraft auf den Gegenstand erhält man aus dem Winddruck multipliziert mit der Bezugsfläche.
In der Seefahrt wird der Winddruck verwendet, um die Kraft zu bestimmen, die der Wind auf eine Fläche (insbesondere ein Segel) ausübt.
Der Winddruck steigt mit dem Quadrat der Windgeschwindigkeit. Es handelt sich um einen dynamischen Druck, im Gegensatz zum Luftdruck, der ein statischer Druck ist.
Für den Winddruck gilt:
und für die Windlast :
oder
mit
Die Dichte der Luft bei mittlerem Druck auf Meereshöhe von 1013,25 hPa (mbar) = 760 Torr (mmHg) ist:
Kraft bzw. Druck auf eine senkrecht angeströmte Fläche von 1 m2 bei einem Druckbeiwert cp = 1 und verschiedenen Windstärken. Innerhalb jeder Stufe der Beaufortskala sind jeweils die oberen Windgeschwindigkeiten angegeben.
| Windstärke in Beaufort | Windgeschwindigkeit | Winddruck in N/m2 | |
|---|---|---|---|
| m/s | km/h | ||
| 0 | 0,2 | 0,7 | 0,03 |
| bis 1 | 1,5 | 5,4 | 1,4 |
| bis 2 | 3,3 | 11,9 | 6,6 |
| bis 3 | 5,4 | 19,4 | 17,6 |
| bis 4 | 7,9 | 28,4 | 37,6 |
| bis 5 | 10,7 | 38,5 | 68,9 |
| bis 6 | 13,8 | 49,7 | 114,6 |
| bis 7 | 17,1 | 61,6 | 176 |
| bis 8 | 20,7 | 74,5 | 258 |
| bis 9 | 24,7 | 88,9 | 367 |