Wolf-Peter Funk (* 30. Dezember 1943 in Oederan; † 18. Februar 2021 in Québec) war ein deutscher evangelischer Theologe, Linguist und Übersetzer koptischer Texte.
Nach seiner Reifeprüfung in Leipzig 1962 studierte Wolf-Peter Funk Evangelische Theologie, Anglistik und Amerikanistik, und zwar von 1963 bis 1966 an der Universität Leipzig und von 1966 bis 1971 an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1968 legte er das Staatsexamen im Fach Evangelische Theologie ab, 1970 erwarb er das Diplom für Anglistik/Amerikanistik. Im Jahre 1971 promovierte er zum Dr. theol. an der Humboldt-Universität zu Berlin bei Hans-Martin Schenke. Durch Schenke kam er in engere Verbindung zur koptischen Philologie. Von 1971 bis 1975 arbeitete er dann als Englisch-Übersetzer bei Intertext – Fremdsprachendienst der DDR und anschließend bis 1980 als Englischlehrer und freier Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der DDR (Polybios-Lexikon). Von 1980 bis 1985 war Funk wissenschaftlicher Assistent in der Sektion Anglistik der Humboldt-Universität zu Berlin. 1986 begann seine Tätigkeit in Kanada an der Universität Laval, zunächst als Gastprofessor, von der er nicht in die DDR zurückkehrte. Seither arbeitete er in Québec vor allem an koptischen Studien, insbesondere an den Nag-Hammadi-Schriften. Als Gastwissenschaftler hielt er sich an weiteren Forschungsstätten wie z. B. in Philadelphia und Paris auf.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Funk, Wolf-Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Theologe, Linguist und Übersetzer koptischer Texte |
| GEBURTSDATUM | 30. Dezember 1943 |
| GEBURTSORT | Oederan |
| STERBEDATUM | 18. Februar 2021 |
| STERBEORT | Québec |